125er wird es von dem Meinen nehmen, und euch verkündigen. Erwird euch alle Wahrheit lehren.Was das nun für Dinge gewesen seien, liest man nicht.Auch schweigt die Schrift davon, wo der heil. Geist ein absolutesund vollkommenes Zeugniß von Christo gegeben und alle Wahr-heit gelehrt habeEs ist freilich wahr, wie der Evangelist Lucas in der Apo-stelgeschichte erzählt, daß der Herr in den vierzig Tagen nach sei-ner Auferstehung zu den Aposteln vom Reiche Gottes geredet hat.Act. 1. Er sagt aber nicht, was das gewesen sei. Und wassagen die Apostel, die es wußten, davon? Der Apostel Paulus,der Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit, lehrtund schreibt gleichsam im Namen aller Apostel: „Stehet“ (fest imGlauben) „und haltet die Traditionen, die ihr gelernt, sei esdurch unser Wort oder durch unseren Brief.“! Thessal. 2.Hierauf nun gründen alle heil. Väter ihre Lehre, wodurch sieuns versichern, daß man noch mehr glauben müsse, als was inder Schrift geschrieben steht. — Darum sagt auch der heil. Bischofund Märtyrer Cyprian vom Ketzer Novatian: „Der ist in derKirche für keinen Bischof zu halten, welcher die evangelische undapostolische Tradition verachtet, und nicht in der ReihenfolgeW 2steht, sondern von sich selbst sich erhoben hat.Wo bleiben nun die evangelischen, reformirten Männer mitihren privaten, verlaufenen Mönchen und Pfaffen, als LutherCalvin, Zwingli 2c., die von der evangelischen und apostolischenTradition nichts hören wollen? welche diese belachen und bespot-ten und deßhalb von Gott und seinen Heiligen werden belachtund bespottet werden, weil sie sich durch ihre eigenen Meisterwie das unvernünftige Geschöpf in die Hölle haben treiben lassen.Was hat nun Augustinus in dieser Sache gethan, weßhalber sich in den Schooß der katholischen Kirche begeben hat? Washat ihn dazu bewogen? Hört, was er sagt, hier sind seineWorte: „Ich sehe, sagt er also, daß ich Niemanden von Allengeglaubt habe (wie ich nun im Glauben und in der Wahrheitbekenne) als der kräftigen und sicheren Ueberzeugung der Völkerund Nationen und jener berühmtesten Mittheilung, welche durchdie ganze Welt verbreitet ist. Denn alle diese Völker waren (undsind bis heute noch) im Besitze der Mysterien oder Geheimnisseder katholischen Kirche.“ Warum sollte ich dann nicht vor allembei ihnen mit großem Eifer erforschen, was Christus befohlen hat.da ich auch durch ihre Autorität und ihr Ansehen bewogen wordenbin, daß ich jetzt glaube, Christus habe uns etwas befohlen, wasuns sehr nützlich und heilsam ist.1 State et tenete traditiones, quas didicistis, sive per sermonem, siveper epistolam nostram. — 2 In Ecclesia non est, nec Episcopus computarpotest, qui evangelica et apostolica traditione contempta, nemini succedensa se ipso ortus est. Ep. 26 ad Magnum. — 3 Nullis mihi video credidisse
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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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125
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