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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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64bete zu widmen. Denn sind diese Worte nicht klar genug fürjene, die stets mit dem Worte Gottes prahlen, ja davon träumen,und den klaren Sinn des Textes der heil. Schrift sich anmaßen?War jener Rath gut zu des Apostels Zeit, warum jetzt nicht?War dieses damals die evangelische Freiheit, warum jetzt nicht?Haben die damaligen Christen wohl daran gethan, warum solltensie jetzt übel daran thun? O, Menschenkinder! wie lange wolltihr eines schweren Herzens sein? Warum liebt ihr die Eitelkeitund suchet die Lügen?Achtzehntes Kapitel.Die Prädicanten selbst sind dem Verfasser durch Gottes Leitung eine hinlänglicheUrsache, ja ein Antrieb gewesen, die katholische Wahrheit eifrig und sorgfältig zuuntersuchen.Crusius, der Haupt=Bellhammel, wohl ahnend, welche dieFolgen sein würden, wenn man mich nicht weiter belästigte, nochan meinem Vorhaben mich hinderte, hatte es nun aus meinemeigenen Munde gehört, welche Ansicht und Ueberzeugung ich inBeziehung auf die Werke der Buße und ihre Nothwendigkeit inmir trug. Was geschah nun? Er bindet der Katz' die Klingelan. Er sucht aus allen Kräften die Sache auf calvinische Artdurchzutreiben und zu Ende zu bringen. Jedoch dem guten Gottsei Dank und Preis in Ewigkeit, daß Er mich vor Kleinmuthbewahrt hat. Ich nahm mir gehörige Zeitfrist, um mich wohl zubedenken, woraus indessen Crusius und seine Confratres Anlaßnahmen, mich übel zu beleumunden, als ob ich geheuchelt und denFalschen gespielt hätte. Die That und das Werk berichteten aberes ganz anders. Denn wäre das meine Absicht gewesen, ich hättewahrlich nicht gethan, was ich wirklich gethan habe, wie Jeder-mann weiß. Hätte ich den Heuchler spielen wollen um des gutenLeumunds willen, den ich bei ihnen hatte, um des guten, bequemenLebens willen, was ich genoß, sicher hätte ich die Sache dannganz anders angefangen. Wäre ich mit Falschheit umgegangenwürde ich dann wohl, nachdem ich von der katholischen Wahrheitüberzeugt war, so furchtlos und freimüthig meine Schwierigkeitenund Gegengründe wider die zwei Hauptpunkte des Glaubens gegenCalvin, nämlich die ewige Prädestination und die Rechtfertigungdes Menschen vor Gott, ihnen schriftlich vorgelegt haben, wie sievon mir, um die Conferenz damit zu beginnen, gefordert hattenin welcher Darlegung ich die These begründete, daß die römischeKirche in diesen Punkten das Rechte lehre, nicht aber Calvin mitseinem Anhange? Und da ich hoffte und wünschte, daß die Con-fratres mir darauf ebenfalls schriftlich antworten möchten, damitich darüber nachdenken könnte, um ihre Gründe zu prüfen, und zusehen, welchen das größte Gewicht beizulegen wäre, und ob sie