12nicht, daß seine Lehre mit den Lügen des Teufels etwas gemeinhabe; noch seine Kinder und Hausgenossen mit den Gliedern desTeufels und den Feinden, die ihn und seine Gemeinde verfolgen.Denn es wäre ja für Gott höchst schmählich, daß seine Kinderfür Hausgenossen des Teufels gehalten oder daß Gotteslästererund Gottlose unter sein Volk gerechnet würden. 2) Um unsererSeligkeit und unseres Trostes willen, damit wir wissen, zu welcherGemeinschaft wir uns hier zu halten haben, und wir den Trost habenzu wissen, daß diese Gemeinschaft Gott gefällt und der Versicherungdes ewigen Lebens sich erfreue. Denn Gott will, daß alle, welche seligwerden zu dieser Gemeinde gehören sollen, außer welcher kein Heilist.“ So weit das Schatzbuch der Reformirten. Das Gesagte reichtschon hin; wir nehmen diese Gründe dankbar an, und wünschenihnen damit Glück und Seligkeit. Diese Gründe sind so gewichtigkräftig und klar, daß selbst die heftigsten Feinde der Kirche Got-tes sie nicht verkennen können. Eifert aber Gott dergestalt fürSeine Ehre, wo ist dann sein Eifer so viele hundert Jahre ge-blieben, ehe Calvin die reformirte Gemeinde aufgerichtet hat? Istes für Gott eine Schmach, wenn seine Hausgenossen für Teufels-kinder gehalten oder die gottlosen Menschen unter sein Volk ge-rechnet werden, so zeiget uns die Hausgenossen, und saget, wosie sich dann befanden, nachdem die katholische Kirche in Verfallgerathen und den Papst zu Rom für ihr Oberhaupt anerkannt,damit wir für Gottes Ehre stehen und sie vertheidigen, und ihmkeine Schande anthun, wenn wir nicht wissen, wo dann GottesKirche, in der allein Gottes Kinder zu finden seien, so lange Zeitsich aufgehalten.Gibt es keine Seligkeit außer Gottes Gemeinde, will Gottdaß alle, die selig werden sollen, zu dieser Gemeinde gehörenmüssen; ferner, müssen wir jederzeit wissen, zu welcher Gemeindewir uns halten solleu, um diesen sichern Trost zu genießen, daßwir nun der gottgefälligen Gemeinde angehören: so wollen wirdie Prädikanten gebeten haben, aus Liebe unserer höchsten Selig-keit, wornach wir verlangen und um welche wir Gott bitten, daßsie uns die wahre Kirche Gottes zeigen, zu welcher sich Lutherund Calvin begeben haben, nachdem sie die katholische Kirche ver-lassen haben, und so große Apostaten derselben geworden sind.Können sie das nicht, so berauben sie nach ihren eigenen WortenGott seiner Ehre. Wissen sie hier keinen Rath, wie es dennihnen unmöglich ist, so berauben sie alle ihre Anhänger des wah-ren Trostes und der ewigen Seligkeit. Ist das die Gemeinschaft,die Gott angenehm ist? O! Eitelkeit! O!Wahnsinn! Ist dasnicht Eitelkeit und große Leichtfertigkeit, zu sagen: Gott will, daßseine Kirche der Welt bekannt sein soll und muß, und dann sichnicht 'mal darnach umsehen, wo Gott seine Kirche gegründet undwo er sie hingestellt hat? Ist das nicht lauter Wahnsinn, diereformirte Gemeinde zur wahren Kirche Christi machen, um damit
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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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