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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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11deutlich und sinnig bedeutend, daß er auf ihn als auf einen sehrfesten Felsen seine Kirche bauen wollteEs ist demnach zu ver-wundern, wie die gereformirten Männer den Kopf in den Nackenschlagen und die Ohren spitzen, wenn ihnen der heil. Leo derGroße die Worte unter die Nase reibt: Ein Petrus wurde erkoren aus der ganzen Welt, der an die Spitze sollte gestellt wer-den nicht allein zur Berufung der Heiden, sondern auch vor allenAposteln und Lehrern der Kirche. Und wie viele Priester und Hirten es auch unter Gottes Volk gibt, Petrus regiert alle, dieChristo angehören. Und wiederum:Der dafür hält, daß manmüsse diese Hoheit, Würde und Macht dem Petrus absprechender wird, er sei, wer er wolle, dieselbe keineswegs mindern, son-dern aufgeblasen vom Geiste der Hossart hinunter stürzen in denAbgrund der Hölle.Ist das nicht ein lustiger und wunder-licher Sprung, den alle reformirten Prediger wagen und in vol-lem Anlaufe beginnen?Hievon könnt ihr euch überzeugen, wenn ihr den WortenChristi zu Petrus Glauben beimeßt:Ich habe für dich gebetetdaß dein Glaube nicht wanke.Darum sagt der heil. Augustinus unverhohlen:Sie ist dieeine, heilige Kirche, die wahre Kirche, die katholische Kirche, die gegenalle Ketzereien zu Felde zieht. Sie kann streiten, aber nicht un-terjocht werden. Alle Ketzereien sind von ihr ausgegangen alsunnütze Ranken, welche vom Weinstock abgeschnitten sind; sie aberbleibt an ihrer Wurzel; an ihrem Weinstock, in ihrer Liebe. DiePforten der Hölle können sie nicht überwinden.Sechstes Kapitel.Der Stuhl Petri und die Succession seiner Nachfolger ist ein besonderes Kenn-zeichen und Beweis der Kirche, die eine Säule und Grundveste der Wahrheit ist.Der Punkt, von dem ich jetzt reden will, ist so hervor-ragend, daß wir stets unser Augenmerk auf ihn heften müssenund so wichtig, daß auch die Lehrer der reformirten Kirche inden Niederlanden gezwungen sind, dieselbe in ihrem Schatzbuchewie sie die Auslegung ihres Heidelberger Catechismus nennen, andie Spitze zu stellen, nämlich: Gott will, daß die Kirche der Weltbekannt werde und von allen anderen Menschen (ungläubigen) ab-geschieden sei; wie er denn befiehlt:Fliehet die Götzen, I. Joan.5, 21. Desgleichen II. Kor. 6, 17:Ziehet weg aus ihrerMitte und trennet euch von ihnen. Item II. Joh.:Wenn Jemand zu euch kommt, der diese Lehre nicht bringt, den grüßetnicht.Warum nicht? Aus diesen zwei Gründen1. Wegen Gottes Ehre, die daran hängt; denn so wie Gottselbst nicht mit den Götzen will vermischt sein, so will er auch1 Lib. de symbol.