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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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VIüber die Maaßen bitter. Drachengalle ist ihr Wein, und unheilbaresSchlangengifGott beklagt sich und ruft Rache aus dem Himmel über das HausIsrael durch den Mund des Propheten Isaias, sprechend:Ich habeKinder ernährt und sie erhoben, sie aber haben mich verschmähet. Wehedem sündigen Geschlechte, dem Volke schwer von Bosheit, dem argenSamen, den boshaften Kindern; den Herrn haben sie verlassen, den Hei-ligen Israels haben sie gelästert. Is, 1, 2, 2. Und wiederum durchden Propheten Jeremias:Ihr Himmel staunet, und ihr Thore seidverlassen, denn zwei Verbrechen hat mein Volk gethan: Mich, den Quelldes lebendigen Wassers, haben sie verlassen, und sich Brunnen gegrabendie kein Wasser halten. Jerem. 2, 12. Läßt dermalen Gott dieseWorte nicht noch nachhaltiger vernehmen, da so viele seiner Kinder, dieer ernährt und erhöhet hat, so schwer von Bosheit geworden und so demHerrn ihrem Gott entfremdet sind, daß sie die allerhöchste Majestät in seinenHeiligen und unbegreiflichen Werken lästern und so in Sein gebenedeitesAngesicht (man verzeihe mir das Wort) speien? Die nicht blos dieQuelle des lebendigen Wassers verlassen, und sich Cisternen gegrabenhaben, die nur vergiftetes Wasser halten, sondern um ihr zweifaches Vbrechen noch zu vermehren, ziehen sie die unschuldigen Herzen mit heuch-lerischen und schmeichelnden Worten herzu, um das Gift hinein zutrinken; und da sie die Macht und Gewalt haben, nehmen sie die dur-stigen und gottesfürchtigen Seelen, welche ihnen nicht folgen wollen, inso harten Zwang, daß sie nicht hingehen können an den Ort, wo dieQuelle des Lebens zu finden ist, wo ihnen das wahrhaftige Himmels-brod, die Speise ihrer Seele gereicht wird. Ist das nicht betrübt undtraurig?Zu diesen Thorheiten habe ich mich leider auch bringen lassen inmeinen unwissenden Jahren, und war so weit gekommen, daß ich meinenMeistern darin gleich sein wollte und habe darin verharrt, bis es demguten, langmüthigen Gott gefiel, aus diesem Stein ein Kind Abrahamszu erwecken, aus dem Gefäß der Schande ein Gefäß der Barmherzigkeit, welches jetzt mit dem heil. Bernardus spricht:Wenn der katholischeGlaube nicht wahr ist, wenn er wankt und nicht feststeht, so ist dannauch unsere Hoffnung eitel. Ist diese aber eitel? Dann sind unsere Mär-tyrer unsinnig und große Thoren gewesen, welche so harte und bitterePeinen darum ausgestanden und gelitten haben, welche freiwillig Allesverlassend eine endlose Verbannung erduldet haben, um einer unsicheren1 Uva eorum uva fellis et botri amarissimi; fel draconum vinumeorum et venenum aspidum insanabile. Deut. 32, 32.