Wohl=Edele, Ehrenfeste, Hochachtbare, sehr weise, hochgelehrte und sehrdiskrete Herren, Herren Magistrate, Bürgermeister, Schöffen derStädte unter dem Schutze und der souveränen Hoheit der groß-mächtigen katholischen, königlichen Majestät von SpanienDurchlauchtigste, Ehrwürdigste, und sehr Edele Herren!Meine Herren!Wie glücklich, ja überglücklich waren nicht in den alten Zeiten diegläubigen Christen von Thessalonich, wo das von Gott auserwählte Ge-fäß, die Posanne des Evangeliums, sich also vernehmen ließ: „Wir dan-ken Gott allzeit für Euch alle, Eurer gedenkend ohne Unterlaß inunsern Gebeten, vor Augen habend die Werke Eures Glaubens und derArbeit in der Liebe; und der Geduld der Hoffnung unseres Herrn JesuChristi vor unserm Gott und Vater; wissend, Brüder, daß EureErwählung von Gott geliebt ist. I. Thess. 1. 2.Welches Lob, welche Ehre, welcher Ruhm ist das für Gott unddie ganze Christenheit?Was wollen wir nun sagen, und das mit voller Stimme im Glau-ben und in der Wahrheit? Vorzüglich diesWas waren diese edelen Niederlande vor diesen Stürmen undVerirrungen, bevor man noch von Luther, Calvin und deren Consortensprach; was waren sie, nachdem unsere lieben Vorältern durch die Lehredes Evangeliums und durch die göttlichen Wunder apostolischer Männeraus ihrer großen Blindheit gezogen und aus den dichten Finsternissen desHeidenthums, und dem wunderbaren und hellscheinenden Lichte des Rei-ches Christi zugeführt worden? Was waren damals, sage ich, diese edelenberühmten Niederlande? Fürwahr so herrlich, daß sie ein Paradies undLustgarten des Herrn schienen, zur Heilung der Heiden, bepflanzt mitunzähligen dichtbelaubten. Bäumen, welche Früchte getragen haben, vondenen sie sich jetzt ersättigen im himmlischen Jerusalem. Und auch wirkönnen ja diese Früchte genießen, wenn wir ihren Fußstapfen folgenihrem Glauben, ihrer Hoffnung, ihrer Liebe, ihrem Eifer, ihren christli-chen verdienstvollen Werken, welche sie gegen Gott und die heilige Kircheerfüllt haben.Aber ach! wie sind die Zeiten jetzt verändert? Wie steht es jetzt invielen Gegenden und Städten Niederlands mit dem Weingarten undLusthof des Herrn? Fürwahr so, daß wir seufzend und klagend bekennenmüssen: „Ihre Trauben sind Gallentrauben und ihre Weintrauben sind
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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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