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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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250Ablässe verloren, wie die h. Congregation durch ein Dekret vom 11. Mai 1721 er-klärt, und Papst Innocenz XIII. am 4. Juni desselben Jahres bestätigt hat. Dahersind diejenigen betrogen, welche sie von gewissen Personen, die selbe feilbieten,kaufen. Ueberdies können die bezeichneten Gegenstände, demselben Dekrete zufolge,nicht durch verschiedene Hände gehen, (man darf nämlich dieselben auch nicht aus-leihen); und ebendarum ist es am sichersten, die benannten Kreuze, Rosenkränzeund Kronen unmittelbar von einem P. Commissarius, oder Ordensmanne, odereinem apostolischen Syndikus des h. Landes zu erhalten; denn durch ihre Händeerlangt man sie nicht nur rechtmäßig, sondern auch umsonst.Kurze Chronik der Mariensäule.Nach der Verkündigung der Dogmas der unbefleckten Empfäng-niß tauchte in den Herzen einiger Düsseldorfer Bürger der Gedankeauf, zur ewigen Erinnerung an jenes Dogma und zur Verehrungder jungfräulichen Mutter auf einem öffentlichen Platze der Stadteine schöne würdige und kunstvoll ausgeführte Mariensäule zu errichten.Die erste Versammlung zu diesem Zwecke fand am 8. Dezember1858 statt; ihr folgte schon am 16. Januar 1859 die erste General-Versammlung, in welcher als Vorstand gewählt wurden die Herren:F. A. Fischer, =Pet. Odenkirchen, C. Salm, I. B. Wecker, M. Her-manns, J. J. Wolff. In dieser Versammlung wurden auch die erstenQuartiermeister ernannt, nämlich die Herren: L. Lutz, H. Schmitz,J. Bischof, L. Spelten, P. Vogel, Fr. Schnaß.Schon am 23. Januar wurde beiliegendes Statut genehmigt,und nun begannen sofort die Geldsammlungen. Die Begeisterungfür das Denkmal war so groß und die Gaben flossen so reichlich, daßman schon am 6. Juni 1859 zur Ausschreibung eines Concursusübergehen und die Künstler zur Einsendung von Entwürfen undModellen auffordern konnte,Der Aufruf war kein vergeblicher, denn an dem Endtermine:1. Januar 1860 waren eine bedeutende Anzahl von Entwürfen undModellen eingegangen, welche im Academiesaale dem Publikum zurAnsicht ausgestellt wurden. Die Jury sprach sich am 20. Januar1860 für den Entwurf des Herrn Renn in Speyer aus und gabdiesem Künstler den Auftrag, die Statue im Modell anzufertigen,während die Ausführung der Madonna, des Capitäls und des Con-sols dem Bildhauer Herrn Joseph Reiß in Düsseldorf, die übrigen