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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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237wir unsere Pässe visiren ließen und hörten die ange-nehme Nachricht, daß unser Vaterland Preußen undOesterreich Sieger gegen Dänemark in Schleswig=Hol-stein geworden seien. Wir begaben uns an Bord, wozum Uhr die Anker gelichtet wurden. Wir kamenan vielen Kriegsschiffen, die hier kreuzten, und wo dieKadetten ihre Uebungen hielten, vorbei.28. April, Morgens 6 Uhr. Bis jetzt schöne Fahrt.Die Ufer sind von herrlichen Gebirgen umgeben, wirfuhren in der Nähe von Othrante und dem Golf vonMephrodonia. Wir hatten heute das Vergnügen, dreiDelphine während mehrerer Stunden als Begleiter un-seres Schiffes zu haben, die sich im Meere lustig machten.Da wir beschlossen hatten, nicht direct nach Triest zu fahren,sondern durch Italien und Frankreich unsere Rückreise zumachen, so hielten wir es für rathsam, einen Theil unsererEffekten durch Vermittelung des Capitäns, der die Gütehatte, dies zu übernehmen, an einen Spediteur in Triestaufzugeben, der dieselben in die Heimath befördern sollte.Dieselben werden wahrscheinlich vor uns dort ankommen undunseren lieben Angehörigen die Ueberzeugung verschaffen,daß unsere Reise bis hierher eine glückliche gewesen ist.29. April. Auch diesen Morgen war das Wetter schönund ging die Fahrt sehr schnell und gut von Statten.Gegen Mittag sahen wir Ancona, wo um 2 Uhr dieAnker geworfen wurden. Wir begaben uns gleich an'sLand, sagten dem Reisegefährten Herrn von Borch=Brie-senthal, dem Schiffskapitän, die nach Triest weiter fuhren,Lebet wohl und wir setzten unsere Reise per Eisenbahnund Wagen noch heute fort nach Loretto und Rom.