231Schiffe mit Ein= und Ausladen beschäftigt, und in derStadt, die amphitheatralisch den Berg hinauf gebaut ist,wurde heute die Vereinigung der Jonischen Inseln mitGriechenland gefeiert, wodurch es auf den Straßen rechtlebhaft zuging. Wie wir von einem, etwas Deutschredenden Schiffsbeamten hörten, war die Stimmung garnicht zu Gunsten des jungen Königs. Die drei, vonFranziskanern bedienten katholiſchen Kirchen, die wirbesuchten, mit dem bischöflichen Sitz, liegen auf derhöchsten Spitze des mühsam zu ersteigenden Berges. Zu-letzt mußten nun noch, um zum bischöflichen Palaste zujelangen, mehrere hundert Stufen erstiegen werden.Der hochw. Herr Bischof von Syra, ein ehrwür-diger Greis, empfing uns mit der größten Liebenswür-digkeit und ließ uns gleich einige Erfrischungen von denErzeugnissen des Landes reichen. Bei der Unterhaltunglobte der Bischof die Erzdiöcese Köln sehr und wußteviel Rühmliches und Gutes von ihr zu sagen. Bevoruns der hochw. Herr entließ, führte er uns auf einen,vor dem Empfang=Salon angebrachten großen Balkon.Ein schönes Bild überraschte uns hier: Wir sahen überdas Meer mit seinen Schiffen, den vielen Inseln unddie Stadt und Insel Syra zu unsern Füßen und erhöhtedie Beleuchtung der scheidenden Sonne den ohnehin schonprachtvollen Anblick. Beim Abschied ertheilte uns der hochw.Herr seinen Segen und wir kehrten zum Schiffe zurück.Auf der Insel Syra trennte sich unsere Karawane.die Herren: Reg.=Rath Dr. Schlünkes, Pfarrer Schmitz,Palm, Hennes, Herr Dechant Heyden und Herr DirectorRykers fuhren auf dem Schiffe „Egitto“, welches von
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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231
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