XXXIII.Tiberias. Der See Genesareth. GaliläischesMeer. Kirche der Franziskaner.en 11. April. Um 11 Uhr ritt der Pa-ter Präses mit einigen Herren nach Ti-berias, während die übrigen Herren esvorzogen, nach Nazareth zurückzukehrenWar das Hinaufreiten nach dem Taborgefährlich, so war das Herunterreiten nochviel schlimmer, wir kamen dennoch glück-lich unten an und setzten unsere Reise durch steinige undsandige Gegenden weiter. Als wir an einer großenEbene ankamen, sahen wir von weitem Schafe, Kameele,Esel, Ziegen und Thiere aller Art, Männer und Frauen,alle in bunten, sehr verschiedenen Trachten. Es wurdeheute der große Jahrmarkt in der Wüste bei Khan ab-gehalten. Wir ritten hin und sahen hier Gold= undSilbersachen neben Getreide und Gemüse, Geldwechslerneben Hühner und Hahnen, Seidenstoffe und Kartoffeln,edle arabische Pferde neben Schafen mit dicken Fett-schwänzen, Kameele, Wolle und grobe Holzarbeiten nebenherrlichen Waffen; alles bunt durcheinander zum Kaufund Tauschhandel bestimmt. Wir waren, obwohl in derWüste, plötzlich in das geschäftliche Leben versetzt. Hierin dieser Ebene haben die unglücklichen Kreuzfahrer diegroße Schlacht verloren, wodurch das hl. Land wieder
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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