XXXII.Tabor.m 11. April, Morgens 5½ Uhr, ritten wirnach dem Tabor, einem der höchsten undschönsten Berge des hl. Landes, wo nach derhl. Schrift der Herr verklärt wurde. Pracht-svoll lag der erhabene Bergkegel vor uns.Der Weg dorthin führt meistens über Fel-sen, die hin und wieder mit einigen Ge-büschen und kleinen Eichenbäumen bedecktind und ist recht ermüdend, und namentlich ist das Be-steigen des Berges Tabor sehr gefährlich. Wir mußtenuns auf unsere Thiere ganz verlassen, sie suchten selbstdie Stellen, wo sie am Besten herauf kommen konntenund zwar, indem sie den einen Fuß auf einen Felsblocksetzten und versuchten, ob sie sich mit dem Reiter hinauf-schwingen konnten; war dies gelungen, so setzten die klu-gen Thiere den andern Fuß wieder auf einen Felsblockund so ging es Schritt für Schritt weiter. Wie klugund vorsichtig die Thiere dabei zu Werke gehen, davonein Pröbchen. Bei dem Ersteigen des Tabor passirte eseinem von uns, daß sein Pferd einen zu steilen Fußpfad
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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