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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
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195mit seinen Jüngern zu Tisch gesessen und mit denselbengespeist hatte. Der Stein ist 12 Fuß lang, 6 Fuß breitund 3 Fuß hoch, die Franziskaner bauen diese Kapelle,es soll dieselbe im Laufe dieses Jahres vollendet sein.Der besagte Stein ist zum Altartisch eingerichtet. DieTürken haben versucht, denselben zu sprengen, was ihnennicht gelungen. Auch besuchten wir die Onelle Marien's;hier hat nach der Legende die heilige Gottesmutter ihrenWasserbedarf geholt. Die Quelle ist noch schön in Steinenerhalten und das Wasser, welches recht frisch ist, fließtaus 6 Oeffnungen. Wir folgten nun einer Einladungdes türkischen Consuls, der die Karawane sehr freundlichaufnahm und nach orientalischer Weise bewirthete. DerPater Präses von Nazareth machte den Dolmetscher.Auch stellte er uns seine Familie vor und entließ unssehr freundlich. Nach der Casa nova zurückgekehrt, fandjeder bei Tisch an seinem Couvert drei Sanctuarien zurErinnerung an Nazareth.Nach dem Nachmittagsgottesdienst besuchten einigeHerren, geführt von dem Pater Präses von NazarethHerrn Kirgel aus Tyrol, den Berg, wovon die Judenden Herrn herunterstürzen wollten. Der Weg führtedurch eine tiefe Schlucht und war sehr beschwerlich,überall Steine und Felsblöcke zu überschreiten und theilszu erklettern. Wir kamen an eine tiefe in dem Felsenausgehauene Cisterne, die reichliches und frisches Wasserhatte, vorbei. Nach vieler Mühe gelangten wir endlichzu der Stelle, wo die Juden den Herrn herunterstürzenwollten. Hier ist ein steiler Fels, wohl 30 Fuß hochund so mit Felszacken versehen, daß derjenige, welcher13