XXXI.Nazareth. Der Zitterberg.en 9. April stand ich Morgens 5 Uhr aufzing zum Bache und machte dort meineToilette, wo sich auch bald alle Mitgliederder Karawane zu demselben Zwecke einfan-den. Als wir unsern Anzug geordnet, nah-men wir den Kaffee, bestiegen die Pferdeund reisten wohlgemuth in heiterer Stim-mung weiter. Wir zogen durch ein schönes Thal, vonder einen Seite begrenzt von dem Moabiter=Gebirge,und von der andern Seite, zwar noch in weiter Ferne,vom Berge Karmel. Oft kamen wir über kleine Ge-birge, von wo aus sich eine herrliche Aussicht darbot.Gegen Mittag wurde der Weg wieder beschwerlich, dennes ging über Steingeröll und Felsen; auch heute waren33 Grad Hitze. Wir kamen an einer Quelle vorbei, woFrauen mit Klöppeln der Wäsche beschäftigt waren.Wir ruhten hier eine kurze Zeit aus und kamen, nach-dem wir die schöne Ebene Esdrelon durchwandert, um2½ Uhr Nachmittags in Nazareth an, wo wir von denlieben guten Franziskanern auf's freundlichste empfangen
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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