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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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188ihrem Vater Jakob:Ein wildes Thier hat ihn zer-rissen und brachten ihm den blutgetränkten Rock, undJakob beweinte seinen Sohn Joseph. Diese Cisterne istjetzt eine Ruine. Weiter links vom Wege lag der BergGarizim (Berg des Segens und des Fluches). Hierauf diesem Berge hatte der Heerführer Josua seinenOpferaltar errichtet und wovon auch die Samariterinam Brunnen vom Herrn zu wissen verlangte,ob aufdiesem Berge oder zu Jerusalem der Ort sei, wo Gottbesonders angebetet sein wollte, bei welcher GelegenheitJesus sprach:Gott ist ein Geist und die Ihn an-beten, müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit an-beten. Die Lage des Berges war eine herrliche undmuß die Aussicht von demselben wunderschön sein; dawir aber keine Zeit hatten, denselben zu besteigen, rittenwir am Fuße des Berges vorbei. Auf diesem Wege istder Senior der Karawane, dem es nicht ganz wohl warvom Pferde abgestiegen, und hatte das Unglück, beimWiederaufsteigen von der andern Seite kopfüber herunterzu stürzen, weil das wilde Pferd nicht zum Stehen zubringen war. Zum Glück kamen wir mit dem bloßenSchrecken davon, denn nach einer kurzen Rast hatte der-selbe sich wieder erholt und wir reisten weiter. Um Uhr Abends kamen wir bei Naplus, dem früherenSichem, an. Wir mußten durch die Stadt und überden Bazar, wo es recht lebhaft zuging und wo vielerleiSachen und Stoffe verkauft wurden. Am entgegen-gesetzten Ende waren vor der Stadt unsere Zelte auf-geschlagen, denn die Bewohner dieser Stadt sind zufanatisch, als daß es rathsam erschien, in der Stadt zu