XXII.Der Jordan. Das todte Meer. Gefährlicher Wegnach St. Saba. Das Gewitter.m 30. März. Um 6 Uhr Morgens standenwir auf und nahmen unsern Kaffee imspeisezelt. Während wir frühstückten, wur-den die Zelte abgebrochen, die Lastthieredamit bepackt und unter Bedeckung nach S.Saba vorausgeschickt. Der Scheik wieder-holte nochmals seinen Besuch, wobei er, um☚mir seine besondere Freundschaft zu bezeigen,meine Cigarre aus dem Munde nahm und dieselbe ge-müthlich weiter rauchte. Gegen 8 Uhr waren wir zurAbreise bereit und ritten nun meistens über üppigenRasen dem Jordan zu, wo wir schon um 9 Uhr ankamenund zwar an der Stelle, wo Jesus von Johannes getauftworden, und wo Johannes zum Volke gesprochen: „Sehetdas Lamm Gottes! welches hinwegnimmt die Sündender Welt“ und wo der Himmel sich öffnete und eineStimme sprach: „Dieser ist mein geliebter Sohn, andem ich mein Wohlgefallen habe“. Wir nahmen hierim Jordan ein Bad, erneuerten die Taufgelübde, fülltenjeder eine Metallflasche mit Wasser aus dem Jordan und
Druckschrift
Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten