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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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149zelt errichtet. Dieses war größer als die Schlafzelte undetwa 20 Fuß lang und 15 Fuß breit. Im Speisezeltwar der Tisch servirt, für jeden Herrn ein vollständigesCouvert, bestehend aus verschiedenen Tellern, Messer,Gabel, Löffel, Trinkbecher und Servietten. Ein Zeltwar zur Küche eingerichtet, mit eisernem Kochheerde undAllem, was zur Küche gehört. Nachdem wir dies Allesin Augenschein genommen und uns etwas abgekühlt hat-ten, nahmen wir in der Elisäusquelle ein Bad, was unssehr erquickte. Diese Quelle ist bekanntlich das Wasserwelches dem, der daraus trank, den sichern Tod brachte.Auf das Gebet des Propheten aber, der etwas Salzhineinwarf, daher noch heute der Gebrauch der Kirche,bei der Segnung des Weihwassers gesegnetes Salz hinein-zustreuen, verwandelte Gott diese zu einer der schönstenund trinkbarsten Quellen des Morgenlandes. So sprichtJehova:Ich heile dieses Wasser, es soll künftig nichtmehr den Tod oder die Unfruchtbarkeit bewirken. Nach-dem wir gebadet, kam der Scheik mit seinem Gefolge.zu dessen Ressort diese Gegend gehört, um uns zu be-grüßen, wobei der Dragoman den Dollmetscher machte.Die Begrüßung besteht nach morgenländischer Sitte darin,daß man mit der rechten Hand die Brust, den Mundund die Stirn berührt. Wir boten Cigarren an undzeigten ihm, wie dieselben geraucht werden müßten, wasihm aber nicht so lieb war, wie ein Nargileh oderTschibuk (Pfeife mit Schlauch). Als der Scheik, der dieStelle eines Bürgermeisters vertritt, sich entfernt hatte,war der Koch mit dem Mittagsessen fertig. Wir setztenuns zu Tisch und speisten wie folgt: Fleischsuppe mit