141Titel „Darstellung Mariä“ geweiht. Sie ist 280 Fußlang und 80 Fuß breit, mit einer Vorhalle von 25 Fuß.Sieben Thüren dienen als Eingang. Die El Akba hatsieben Schiffe; Pfeiler und Säulen sind verschieden inForm, Größe und Material, und tragen Querbalken,worauf wieder Bogen angebracht sind, welche der flachenDecke als Stütze dienen. Zwei Säulen stehen sehr nahezusammen, „wer zwischen beide nicht hindurch kann,kommt nicht in den Himmel. So der Glaube der Tür-ken.“ Sämmtliche Mitglieder der Karawane konntenmit großer Leichtigkeit zwischen diesen beiden Säulendurchgehen. Vier große, auf schweren Quader=Pfeilernruhende Bogen mit reicher Goldverzierung tragen dieKuppel. Die Moschee wird von oben durch bunt gebranntesehr reich mit Mosaik verzierte Fenster erleuchtet. Unterder Moschee zeigte man uns die Stallungen Salomo'svon außerordentlicher Länge, wo 600 Pferde unterge-bracht werden können. Die Gewölbe, welche auf Säulenruhen, sind theils Tonnen=, theils Kappengewölbe. Letz-tere bestehen aus 4 großen und 4 kleinen Hausteinen.Hier wurde in einem Stein ein Fußmal Jesu und 33Stufen unter der Moschee, wie der türkische Scheik (Bür-germeister) sagte, die Wiege Christi, des großen Prophe-ten, gezeigt. Es war gut, daß der Herr von Lenk unsvorher gesagt hatte, um den Türken kein Aergerniß zugeben, nur ja nicht zu lachen, wovon wir uns aber kaumenthalten konnten. Diese Wiege ist von Marmor, sehrschön ausgearbeitet, und hat gewiß früher in einer Nischegestanden oder selbst eine Nische gebildet.Hierauf wurden wir nach dem goldenen Thore
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Seite
141
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