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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
108
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108Offertorium sah ich, wie den Ministranten zwei Hostiensowie zwei Kelche mit Wein gereicht wurden. Der Diaconwechselte verschiedene Male die Hostien und reichte einedavon dem Chorknaben, der sich auf der obersten Stufedes Altars befand, und die andere Hostie dem Patriarchen.Der Patriarch opferte das Brod und der Chorknabe sogleich die nichtkonsekrirte Hostie, ein Gleiches ge-schah mit dem in dem Kelche befindlichen Weine. Wieich später erfuhr, geschieht dies immer, wenn der Pa-triarch ein feierliches Pontifical=Amt hält, um einermöglichen Vergiftung vorzubeugen. Bei der Communiondes Patriarchen wurde zuerst die Oster=Communion anden hochw. Klerus, dann dem französischen General=Consulmit seinen Kanzlern und hierauf den Mitgliedern derKarawane gereicht. Hier in Jerusalem wurde ich sorecht lebhaft an die Worte des Herrn erinnert:Michhat sehr verlangt das Osterlamm mit Euch zu essen, ehedenn ich sterbe unddies thuet zu meinem Andenkenund ich dankte dem Herrn für das Glück, das Er mirhatte zu Theil werden lassen, das heiligste der Geheim-nisse dort empfangen zu können, wo dessen Einsetzungſtattgefunden* *Was für eine unaussprechliche Gnade habe ich von Dir,o Herr, empfangen!* * * ** *Wie soll ich Dir vergelten, o mein Gott! alles, was Duan mir gethan! Die katholischen Einwohner Jerusalems