99für seine Bemühungen. Der Wein, den ich hier kauftesowohl Jerusalemer, Rhein=, französischer Wein und auchder Champagner, waren sehr gut und preiswürdig. NachErledigung dieser Angelegenheit begab ich mich mit demHerrn Hermens und Dr. Zschokke nach dem h. Grabe, wobeiwir das Glück hatten, daß für den Augenblick Niemandim heil. Grabe war und konnten deshalb ungestört un-sere Andacht verrichten. Ich legte die aus dem GartenGethsemane erhaltenen Blumen, Blätter, Früchte unddas Holz auf den Stein, auf dem der Herr gelegen hat,und betete. . . für meine Lieben in der Hei-math und für den hochw. Herrn Dr. Wedekin, Bischofvon Hildesheim, der die große Güte hatte, mir zu meinerReise ein sehr schönes Empfehlungsschreiben mitzugeben,wovon ich so oft zu meinem großen Nutzen Gebrauchgemacht und wofür ich dem hochw. Herrn sehr zu Dankverpflichtet bin, den ich so gern abtragen möchte. Nachverrichtetem Gebet nahm ich meine mir nun doppelt liebund theuer gewordenen Blumen 2c. und ging nach demHospiz.Nach dem Abendessen und dem täglich in der Hos-pizkapelle gehaltenen Abend=Gottesdienste, der von demHerrn Director Dr. Zschokke so schön und erbauend ge-leitet wurde, hielt die Karawane eine Conferenz zur Be-sprechung und Berathung unserer weitern Reise, zu denbesondern Ausflügen von hier, und wurde der Aufenthaltim heil. Lande bis Mitte April bestimmt.
Druckschrift
Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Seite
99
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