Druckschrift 
Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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21Sarge zu vergleichen sei.Jedoch Muth! meine treuenPilger, sprach der hochw. Herr,Muth! denn der, demWind und Meer gehorchen, hat Euch bis hierher gelei-tet, Er wird Euch auch bis Golgatha und bis an seinGrab begleiten und Euch in die Arme Eurer liebenAngehörigen und Freunde wieder zurückführen. ZumSchluß bat er, wir möchten am Grabe des Herrn fürden König von Preußen, den Kaiser von Oesterreich be-ten, damit der allmächtige Gott das Bruderband festerund immer fester zum Segen unseres deutschen Vater-landes knüpfen möge.Pilger betet! sprach er weiter.betet für Pius IX., betet für die bedrängte Kirche,damit der Herr Himmels und der Erde seine Brautschütze und schirme und sie aus ihrer hartbedrängtenLage glorreich befreien möge. Betet auch für mich,damit ich, während ich Euch und Eure fromme Reiseegne, nicht selbst verloren gehe. Und nun lebet wohl!Gott geleite Euch! Diese von Herzen gesprochenenWorte verfehlten ihre Wirkung nicht. Nach beendigtemGottesdienste ließ ich mein Gepäck auf's Schiff bringen,begab mich um 9 Uhr selbst dahin und richtete mich mitmeinem Reisegefährten Herrn Hermens in unserer Ca-bine ein. Auf dem Schiff kamen Herr v. Schütz undRitter von Napoli, wünschten uns mehrmals glücklicheReise und empfahlen sich. Um 10 Uhr Morgens lichtetedas Schiff die Anker. Während dasselbe sich in Be-wegung setzte, betete die Karawane: Ave maris stellaund die lauretanische Litanei.