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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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14lich über Deutschlands Zukunft. Zum Abschiede ertheilteder hochw. Herr seinen Segen. Der hochw. Pater Do-minikaner Herr Horeyschek, der uns begleitet hatte, ge-leitete uns nach dem Kloster zurück, wo der gute PaterPrior die ganze Karawane zum Mittagessen eingeladenhatte. Hier lernte ich den Baron von Dunavesse Dangaus Ungarn kennen, der eine ebenso liebe als angenehmePersönlichkeit ist. Die Dominikaner=Väter, die ich schonalle von Düsseldorf aus kannte, freuten sich mit mir,daß wir uns über die liebe Heimath und unsere Ange-hörigen unterhalten konnten. Sehr lieb war mir zuhören, wie die jungen Kleriker sich freuten, daß sie, wenndas Noviziat zu Ende sei, gleich nach Düsseldorf zurück-kehren würden, um dort wieder in's Kloster einzutreten.Den Nachmittag besuchten wir den für die BewohnerWien's so beliebten Spaziergang, denPrater, undhörten später in St. Stephan die Predigt. Abendswohnten wir der Complet und dem Salve Regina beiund wurde ich von dem Prior der Dominikaner zumNachtessen im Refectorium eingeladen, wo ich zum erstenMale die verschiedenen Gebräuche dieses Ordens kennenlernte. Bis spät in die Nacht unterhielt ich mich mitPater Albert Trapp über Klosterangelegenheiten undüber alle Bekannte und Freunde des lieben kleinen Klöster-chens in der Friedrichsstadt.Den 29. Februar las Herr Pastor Palm in derDominikanerkirche die hl. Messe, bei welcher ich diente:10½ Uhr war eine Berathung der Karawane in dergoldenen Ente, dem Hotel, wo die übrigen Herren derReisegesellschaft logirten. Gleich nach Tisch fuhr ich mit