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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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13hochw. Herrn Falcinelli, früher Bischof von Brasilien,welcher uns sehr freundlich aufnahm. Hochderselbe ließgleich den bei der päpstlichen Gesandtschaft attachirtenhochw. Monsignore Herrn Capri rufen, was mir einegroße Freude war, da sich den Herrn schon früher inDüsseldorf kennen gelernt hatte und nun bei dieser Gele-genheit alle die Aufträge, die ich in Düsseldorf für den-selben mitgenommen, hier gleich erledigen konnte. Derhochwürdige Herr Nuntius hatte die Güte anzuordnen,daß die Pässe der Karawane für den Kirchenstaat visirtwurden. Damit wir überall ungehindert reisen konntenhatten wir uns in Berlin einen Ministerialpaß gebenlassen und trägt derselbe die Visa folgender Staaten:Preußen und die deutschen Bundesstaaten, Oesterreich,Italien, Frankreich, die Schweiz, Griechenland, Türkei,Aegypten und des Kirchenstaates. Während der Zeit,daß die Pässe in Ordnung gebracht wurden, zeigte derhochw. Herr uns Blumen und andere Sehenswürdigkeiten,die aus Brasilien herstammten und mit vieler Mühevon ihm gesammelt waren. Dann unterhielten wiruns noch lange über die hl. Orte und ertheilte Hochder-selbe zum Schluß der Karawane den bischöflichen Segen.Von da ging's zum erzbischöflichen Palais, um Sr.Eminenz dem hochw. Cardinal von Rauscher, Erzbischofvon Wien, einen Besuch abzustatten. Auch hier war derEmpfang recht freundlich, und die Reise nach Jerusalemwurde nun in allen ihren Einzelheiten besprochen. DerKrieg in Schleswig=Holstein, wo Preußen und Oesterreichgemeinſchaftlich gegen Dänemark kämpften, gab Veran-lassung zu einem längeren politischen Gespräche, nament-