besonders in Wassersnoth und Gefahr, schützend und hel-fend zur Seite stehen. Das Grab des Heiligen ist mitGold und Silber schön geschmückt.Ich kann nicht umhin, hier eine schöne That dankendniederzuschreiben.Bei Besichtigung der Merkwürdigkeiten in Prag kamein Mann zu uns und bot uns seine Dienste an, welchewir auch annahmen. Nachdem wir ihn entlassen und be-lohnen wollten, sagte derselbe: „Ich bin der OberlehrerWeißenbach und war Ihnen recht gern gefällig; wennSie von Jerusalem zurückkommen, erbitte ich mir einkleines Andenken aus der hl. Stadt und zugleich einGebet für mich in Jerusalem.“ Den Nachmittag besahenwir das Judenviertel und die älteste Synagoge derWelt, wie der uns begleitende Rabbi sagte, wobei er aufeine auf Pergament geschriebene alte Gesetzesrolle zeigte.Der Bau der Synagoge deutet auch schon auf ein langesBestehen hin, und man muß von der Straße aus vieleStufen hinuntergehen, um auf den Fußboden zu kommen.Auch führte unser Weg nach dem Judenkirchhof mit sei-nen alten Denkmälern. Auf sehr viele Leichensteine hat-ten fromme Angehörige kleine Steine gelegt, welche ebenso viele Gebete für ihre Seeleuruhe bedeuten sollten.Die Karawane beschloß, den Abend um 7 Uhr nachWien weiterzureisen.Der Reisegefährte Herr Hermens war den Tag übersehr krank, desto angenehmer überraschte uns sein Ent-schluß, da er sich wieder besser fühlte, mit weiter zu rei-sen, und wir nunmehr nicht aufgehalten waren. Als dieKarawane Abends im Wartesaal war, wurde es uns
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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