103Tanz, unter Beleuchtung wechselnden farbigen Lichtes hinund her schwebend und sich wiegend in der Luft unterden Tönen sanfter Musik, bis sie sich endlich niedersenkenund ein Schlußtableau mit Gnomen und anderen spuk-haften Gestalten im hellsten Brillantfeuer sich zeigt, umdann wieder in tiefer Dunkelheit das Ganze verschwindenzu lassen. Bei mondheller Nacht, wo der contrast desnatürlichen und des künstlichen Lichtes in Wirksamkeittritt, ist die Erscheinung von wahrhaft zauberischem Effect.So ist Jacobi's Garten zu Pempelfort heute:was er einst gewesen, sahen wir in dem ersten AbschnitteEs schwebt ein poetischer Geist über den geweihtenRäumen, und es sind die „guten Stunden“ wiedergekehrt,von denen bei der Einzugsfeier der Festdichter sprach:„Die alten Wipfel hör' ich freud'ger rauschen,In ihren Zweigen flüstert's zukunftselig,Denn gute Stunden sollen wiederkehren,Wie jene, die sie sah'n in Jugendlenzen.Jacobi's Garten zu Pempelfort, einst „geweihterMusen Lieblingshain“, ist seiner Bestimmung zurückge-geben. Wenn die jetzt dort herrschende Muse auch eineandere ist, wenn die Wissenschaft der Kunst Platz gemachthat, geweihter Boden bleibt es immer. Aufgabe unsererKunstgenossenschaft ist es, diese Weihe zu bewahren. Wie-derum sagen wir mit dem zwar ungenannten, aber Allenwohlbekannten Festdichter:„Dann sei geheiligt stets uns dieser Boden,Und es entweih' ihn niemals niederer Sinn.
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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