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Die Fahnenburg und ihre Bildergallerie : unter Rückblick auf die Geschichte ihrer Umgebung
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303. Gottfried Schalken (siehe oben Nr. 81).

Ein Gelehrter, der den Beschauer ansieht, hat den Zeige-finger der rechten Hand in einem, vor ihm liegenden Buche, imBegriff ein Blatt umzuschlagen. Lampenbclouchtung. h. 25 c,,b. 19 c. H.

304. Derselbe.

Kin Gelehrter, lesend in einem Buche beim Scheine einer,ihm zur rechten Seite bronnenden Kerze, Pendant und Grössedes vorigen. H,

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X. Grosser Saal.

Nord-Wand.

305. H, Goltzius Schule.

Ein Liebespaar bei Tafel. Lobensgrosse Halbfiguren, reichgekleidet. Sie sitzt im Lehnstuhle und reicht ihrem, ihr rechtssitzenden Liebhaber eine Birne; er hat ein Glas mit rothemWeine in der Beeilten. Vor Beiden ein Tisch, reich mit FrüchtenBackwerk etc. beladen, h. 105 c, b. 88 c. L.

306. Peter Paul Rubens (siehe oben Nr. 241 und 244).

In waldiger Gegend wird Christus, in einem Bachestehend, von Johannes getauft. Rechts zwei sitzendeWeiber mit Kindern im Arme, unb ein Mann, der sein Hemd aneinem Baume aufhängt, links ein sitzendes Weib mit einemKinde, dahinter Johannes, neben ihm mehrere Personen, welchemit Staunen und Andacht aus dem sich öffnenden Himmel denheil. Geist herabschweben sehen. In der Ferne Betende. Zwei-drittel-Grösse. h. 112 c, b. 149 c. H.

307. Guido Reni (siehe ohen Nr. 78).

Lucrezia ersticht sich auf ihrem Polster, drei Männereilen entsetzt zu Hülfe. Kniestuck, h. 133 c, b. 102 e. L.

308. Peter Breughel genannt Hollenbreughel, geb. zu Antwerpengegen 1550.

Die Versuchungen des heil. Antonius. In einer hügligen,mit Wasser durchschnittenen Landschaft tummelt sich eine phan-tastische Welt. Windhunde als Guitai-renspielerinnen, seltsameVögel als Musikanten, Türken mit thierischen Todtenköpfen alsSchinkenmaden, Gourmands mit vier Beinen, an Stelle desBauches den Kopf, Ritter, statt mit dem Schwerte, mit demBesen fechtend, Schweine an Stangen kletternd, fliegende Fischoin der Luft turnireiid. Der heil. Antonius bemüht sich dieserWelt zu gebieten, während ihm Minerva, von Oloto begleitet,ein phantastisches Weib mit einem Gänsekopfe, eine Schlangeim Sehnabel, in den Händen eine Schüssel mit einem Kalbskopfe,zur Gesellschafterin empfiehlt und im Hintergründe sein Klosterabbrennt, dessen Mönche der Teufel einfängt, h. 110 c, b. 144c. H.

309. Francesco Ribalta, geb. zu Valencia 1551—1628.

Bildniss einer jungen Spanierin, in rothem Kleide, dieArme entlang mit weissen Schlitzen, eine rotheingefasste Perlen-schnur um den Hals und eine rothe Feder auf dem Kopfe. Sieist im Begriff sich einen Ring auf den kleinen Finger der linkenHand zu stecken, h. 73 c, b. 65 c. L.