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Durch diese treten diejenigen ein, welche durch die porte cocheream Ende des südlichen Flügels des herrschaftlichen Hauses zuWagen eingefahren sind, und den inneren Hof umkreist haben.
Der Corridor führt zu dem kleinen Speisesaal. Er ist mitWandgemälden geschmückt, zwei von der Hand Schönjans. Siestellen Scenen aus dem Leben Bacchus dar. In dem erstemschläft er als Kind in einer Landschaft; ein Satyr neben ihmsucht seine Träume durch Musik zu beleben: er schläft die Becken.In dem zweiten, dem Hauptgemälde, liegt er betrunken auf eiuemKarren, der von zwei Satyreu gezogen und von einer Bacchantinbegleitet wird. Auch hier, wenn gleich schon ausgewachseu,erscheint er noch als Kind, was die gemüthlich Betrunkenenimmer sind. Sein Körper ist daher rund, weich und geschmeidig.An einem Stocke trägt er ein papiernes Fähnchen auf dem Rücken,auf welchem die barbarischen Worte stehen : viva los vinos quaudoes bonos. Dieses Büd, dessen Zeichnung (Abbildung 16) dieserSchrift beigefügt ist, verdient wegen der Schicksale, die es gehabthat, die besondere Aufmerksamkeit der Künstler. Es sass, seitdemSchell Besitzer des Schlosses war, unter einer, fast einen halbenZoll starken Kalkkruste, wurde 1846 durch Zufall von mir entdecktund mittelst eiserner Barsten und Schabeisen von seiner Krustebefreit. Da es auf einem, durch Leinöl sattgetränkten Kalk- resp.Gypsgvund, mit Erdfarben (Ocker) in Oel gemalt ist und dennochseine volle Frische bis zur Stunde behalten hat, s.i möchte dadurchein Wink gegeben sein, dass es zulässig erscheinen dürfte, künftigan Stelle der mühsamen Fresco - Malerei die dankbarere undschnellere Oelmalerei für Wandgemälde zu benutzen. Director0. F. Lessing hat sich angesichts des Bildes zustimmend davonüberzeugt. Ich bemerke nur noch, dass eseinen Ueberzug von Wachs hat und neben-stehendes Monogram trägt.
Im ersten Stock', oberhalb des kleinen Speisesaals befindetsich der grössere und dahinter der Rittersaal.
Derselbe überrascht durch seine brillante Bemalung im Styldes 15. Jahrhunderts, und die, aus derselben Zeit, theils etwasspäter stammenden, reich verzierten Möbel von vorzüglicherSchönheit. Auf den Wänden hangen Familieu-Portraits und indem daranstossenden, mit Stamm- und Wappen-Tafeln im Styldes Mittelalters decorirten Schlafzimmer die Ahnenbilder derFamilie Stommel, von den Düsseldorfer Künstlern A.. Wesselink1757, und J. Hauck 1761 gemalt,
AAS.