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Hubbelrath und Hof Sonnborn jeder 5 Hühner, 15 Eier, 2 MaasMilch; der Hof Hoesel 1 Schaaf, 5 Hühner, 15 Eier, 2 MaasMilch; Mickelenscheid 1 Schaaf, 5 Hühner, 2 Maas Milch; Ep-pinghoven 1 Schaaf, 1 gutes Schwein, 5 Hühner, 15 Eier, 2 MaasMilch und 12 Pfennige für Meth; der Villicus zu Hoesel 12 Pf.ebenfalls für Meth; der Villicus zu Dem endlich 2 schwere Schweine,5 Schaafe, 2 Hühner, 15 Eier, 2 Maas Milch und alles was sonstfür das Mahl nöthig ist an Eiern, Pfeffer, Zimmt, insbesondere1 Summer Salz für den Tisch und ein halb Summer für dieBrodbäckerei.
Zu den drei übrigen Festmahlen musste an Eiern, Hühnernund Milch dieselbe Zahl, wie vor, geliefert werden, dagegen gabennur Dem, Hoesel und Somiborn Schweine. Dem für jedes Fünfe,Hoesel Eins und Sonnborn nur Ostern Eins. Jedes Schwein, jederHammel musste 6 Pf. werth sein, der Schulteis konnte wählen.Also bestand das Hauptmahl aus 4 Hammeln, 8 Schaafen, 25Mühnern, 75 Eiern, 12 Maas Milch, 3 Schweinen, 3 Schillingen(oder halber Werth eines Schweines) für Meth, während auf dieanderen G (7) Schweine, 25 Hühner, 75 Eier, 12 Maas Milch undder Meth kamen.
Ein besonderes Fest und Essen bestand noch für Äbtissinund Stiftsirauen am Tage, wo zu Hubbelrath die Heiligen um dieFelder getragen wurden. Der Hubbeirather Villicus musste sie andiesem Tage auf einem Leiterwagen, dessen Abbildung sich inmeinem Bocholz, I. Bd., 1. Abth. S. 307, findet, nach Hubbelrathfahren, mit einem Mittagsmahle, bestehend in 10 Karpfen oderHechten ergötzen und Abends zurückfahren. Seit 1535 sind zuden 10 Fischen auch Eier, Barkäse, Butter und Käse bis zumvollen Genügen dem Pächter auferlegt.
Die vorstehende Organisation, die bis in die neueste Zeit ohnewesentliche Veränderungen fortbestanden hat, musste, weil siedas menschliche Wirken in eine Form geknetet hatte, früh oderspät ihre nachtheiligen Folgen äussern, was man indess in dendamaligen befangenen Zeiten nicht einzusehn vermochte. DasStiftsgebiet umfasste 300 grosse Höfe, über 100 kleinere Höfeund Häuser auf einem mehrere Quad'ratmeilen grossen Gebiete.Die grossen Höfe allein vertreten nach heutigem Gelde einenWerth von 3 Millionen Thaler, Die Einkünfte daraus an Geld-und Natural-Abgaben, soweit sie sich aus den Urkunden nochermitteln lassen, bestanden in 3 Mark, 1279 Schillingen, 3 Pf.,1 Oboli, 16 Quadranten. 151 Malter Hafer, 48 M. Weizen, 124