XXXI
ward von Stütz vergeblich mit Laugensalz,nachgehends glücklich und schnell unddauerhaft durch Mohnsaft gehoben. Wererkennt hier nicht das, unwissender Weiseausgeübte homöopathische Verfahren? *—Eben diesen, so grofse Neigung zum fastunüberwindlichen Schlafe mit heftigemSchweifse und Delirien (nach Vicat, jf, C,Grimm und Andern) erregenden Mohnsaftfürchtete sich Osthoff in einem epidemi-schen Fieber, was dieselben Symptomenhatte, anzuwenden, weil das System (!) indieser direkten Schwäche ihn zu geben ver-biete. Nur da er nach vergeblichem Ge-brauch aller bekannten Arzneien den Todvor Augen sah, entschlofs er sich, ihn aufgut Glück zu probiren, und, siehe~! erwar allgemein hülfreich (mufste es seyn,nach dem ewigen homöopathischen Heilge-setze!) — In einem Fieber, wo die Kran-ken sprachlos waren, die Augen offen, dieGlieder starr, der Puls klein und aus*setzend, der Athem schwer mit Schnarchenund Röcheln und in Schlafsucht versunken—■ Zuständen, die der Mohnsaft ganzähnlich zu bewirken vor sich vermag (wie