1352
St
Vereimmg der XII Orte mit Herzog Maximilian von Mailand.
Baden. RStS, Z. Oetober.
Staatsarchiv Bern.
In dem namen der Helgen vnzerteilbaren Driualtigkeit, Gott des Vaters vnd des suns vnd des Helgengeistes, amen. Zu lob vnd eren dem allmechtigen gott, vnserm erhalter, der hochgelopten, reinen Jungk-frowen Marie vnd allein himelschen Here. Wir Maximilianus, voil Gottes gnaden Herzog zu Moyland aneinem, vnd wir Burgermeister, Schultheißen, Ammann, Natt, Burger vnd gemein landlüt nachgeschribnerStetten vnd lendern, nämlich von Zürich, Bern, Lucern, Vry, Schwytz, Vnderwalden ob vnd nid deinkernwald, Zug mitsampt dem vsern ampt, so darzu gehört, Glaris, Basel, Fryburg, Sollenturn vnd Schaff-Hilfen, des grossen alten punds ober tütscher landen zum andern teyle, Thund kimd viid offeiibarlich mengk-lichenn init disem brieffe, das nach dem vnd ein lang zal verschiner Jaren zwiischent den durchlüchtigen,hochgeporuen fürsten, Herzogen zu Meyland, vnd vns obgenannten Eydgnoßen vnd aiidern vnser zugewannte»frllntschaft, eynuug viid verstentnuß gewesen, dadurch jeder teyl vnd sein vnderthanen mit sampt Iren landen,herschaften vnd gepieten sich vor schaden, gwalt vnd beladniß behüt vnd dester baß enthalten vnd damit beyderteylen landen viid vnderthanen gute ruw, fryden, sicher Handlung und Wandlung gepflanzt. Also nachzeuolgenden fußstapfen unserer eltern, ouch angefochten gelegenheit beyder teylen landen vnd herlickeit, wie viel dann?vß guter früntschaft vnd nachpurschaft nutzes, lob vnd eren entspringen, Syent wir mit gutem zitlichem ratvnd vorbetrachtung Mich früntschaft vnd eynuug zu beuesteu vnd der maß, das die niemant zertrenneil mög,besteten, mit einandern für vns viid vnser nachkommen in ewikeit bekomm vnd sament beschlossen dis nach-geschriben eynung vnd verstentnuß, dem also ist:
Des Ersten so sind wir mit ein andern bekommen, damit wir viid vnser beyder land, herschaften,gepieten, dero Jnwoner vnd vnderthan mit eiii andren fürhin zu künftigen ziten ruwenklich vnd fridlich sitzenvnd belibm mögen, so söllent wir obgemelter Herzog zu Meyland vnd vnser nachkamen die obgeschribneNvnser fründ vnd bimdgnossen aii Iren landen, lüten, herlickeiteii noch gepieten, wie die geheißen oder welicheswesens vnd Verstands die syent, an Iren liben vnd gittern deHeins wegs verletzen noch beschweren, mitkrieg oder andern unrechten hendlen beladen, ouch Iren vynnden vnd denen, so Inen gunst, Hilst, verwilli-gung, zugang, paß, durchzug oder einichen fürschub deHeins wegs geben, noch dieselben in Vilser HerzogthiiMviid Oberkeit enthalten, suilder söllichs zu dem trülichesten und Pesten verhüten vnd versechen.
Hinwider vnd ze glicher wise söllent wir die obgemelten Bürgermeister, Schultheißen, Ammann, Natt,burger vnd gemeinden der obgeschribnen stetten vnd lendern für vns vnd vnser nachkommen zu deheine»Ziten den obgenannten Herrn Herzogen, sin Herzogthum, stat, Herrlichkeiten vnd oberkeiten, dero Jnwonervnd vnderthanen, weliches namens oder wirden die sind, an Iren liben vnd gütern eynicher wise beschwere»/verletzen oder mit kriege beschedigen, auch die so Jme, sinem Stat Meyland viid des vnderthanen krieg/schaden vnd unrecht handeln, dehein Hilst, gunst, durchzug, paß noch fürschub durch vnser land vnd oberkeitgeben, noch die wüssentlich zeenthalten, sonder das nach vnserm besten vermögen trülich versechen.
Vnd damit zwüscheiit vns obgeschribnen teylen vß Mangel vnd gebresten des Rechten deHein Irrungsetz oder in künftigen Zitten erwachse, so haben wir abgerett vnd beschlossen, ob sich hinfür vber kurz oder