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Juli 1519.
er soll auch hiezu gut sein. v. Es siud etliche sechszig Gascoguer nach Mendris gekommen und haben denLeuten gesagt, sie sollen den Eidgenossen nicht schwören noch Gehorsam leisten; das Gleiche hat ihnen derHauptmann zu Como geschrieben. Um nun bei dieser Sachlage erhebliche Unruhe zu vermeiden, soll jedesOrt sich unverzüglich zu einer Antwort entschließen, des Obmanns wegen, ob man denselben dergestaltabändern, auch darüber, ob man einen Vogt oder Podestaten nach Mendris setzen wolle und welches Ortdamit anfangen soll. Am 1. August soll in Betreff dieser Angelegenheit ein Tag zu Baden gehalten werden-L. Die von Livinen und die aus den: Bollenzer und Misoxer Thal klagen über die Fache, welche die Edel-leute von Luggarus in die Tosin hinausbauen, und verlangen, daß der Fluß offen und frei gehalten werde,wie andere Flüsse in unserer Eidgenossenschaft. Dagegen wenden die Edelleute Freiheiten und Privilegienvor, welche ihnen das Recht zu solchen: Ueberfachen des Flusses zugestehen. Diese Sache wird ebenfalls aufden Tag zu Baden gewiesen; die Parteien sollen ihre Anwälte daselbst haben. Dem Boten von Uri,der im Begriff steht, nach Mailand zu reiten, wird empfohlen, dem Testament des Giovanni Kola nachzu-spüren, der darin die Eidgenossen soll bedacht haben, und unfern Herren zu berichten, was er in Erfahrungbringt. I». Es erfindet sich durch gute schriftliche Zeugnisse, daß „Versag" (Vrissago) sich zur Zeit des erste»Grafen und von dem einen Grafen zum andern verpflichtet hat, zum Dorf und Schloß Luggarus mit Leibund Gewehr auf eigene Kosten in Kriegsläufen zu dienen. Das ist zu Lauis auf gehaltenem Tag vor de»Rechtsprecheru angebracht und dann auf dem Tag an der Tresa auf St. Jörgentag 1518 in das Rechtgesetzt, auf den: Tag beim Klösterli, am 19. Mai letztverflossen, abermals angebracht worden, aber dieköniglichen Boten haben davon nichts wissen wollen, i. Luino mit seiner Zubehörde ist zur Zeit der Gräfe»Rusca in Kriegsläufen stets dem Schloß Luggarus mit Söldnern zu Hülfe gekommen, auch zur Franzosenzeithaben die von Luino am Schloß bauen geholfen, das bezeugen die von Luggarus. Die Grafen sind aus-gestorben und ein Kind führt den Titel, von dem die Rede geht, es sei weder vom Grafen noch von derGräfin, sondern ein „auf Gefährde" angenommenes Kind anderer Personen. S». Die ganze LandschaftLuggarus nebst den Thälern ist aufgefordert worden, innert Monatsfrist Wehren zu erstellen, damit dasWasser das Schloß nicht mehr beschädige, was niedergefallen ist, wieder zu bauen, die Schäden der Bedachungauszubessern und den Bau „in Ehren zu legen", alles bei 200 Ducaten Buße, wenn es innert gegebenerFrist nicht hergestellt sein sollte. H. Auf dem Tag zu Baden sollen die drei Orte angehalten werden, zuerklären, was sie an Geschütz, Pulver und Blei von Luggarus nach Bellenz geführt haben, i». Einemarmen deutschen Priester hat man 1 Krone geschenkt. Jeder Bote soll über die Anordnung berichten,die man getroffen hat, um das Geschütz zu Luggarus nach Nothdurft mit Pulver und Steinen zu versehen-«». Jeden: Knecht wird 1 Krone, dem deutschen Weibel werden 2 Kronen, fünf welschen Weibeln 2^2 Kronengegeben, z». Die Landsteuer im Mainthal erträgt jährlich 144 Ducaten zu 50 Groß für einen Ducaten-Davon gehören als Jahrlohn dem Vogt 65 Ducaten, den: Dollmetscher 18 Ducaten, den zwei Weibeln4 Ducaten. Den Weibeln hat der Vogt drei Kleider machen lassen, welche 2 Kronen und 19 Groß kosten-«j. Der Vogt hat zwei Personen verbrennen lassen, darum soll er unfern Herren 20 Ducaten gebe::, erhat daran 10 bezahlt. ». Der Vogt Blesig von Unterwalden soll auf den: Tag zu Baden Rechnungablegen. «. Der Vogt von Basel, der jetzt im Mainthal ist, hat Rechnung gegeben: er hat Alles bezahltund hat darüber gegeben 17 Ducaten, 33 Kronen, 14 Vogelkronen, 30 Groß an Münze und bleibt nochschuldig 10 Kronen, t. Rechnung des Commissars von Luggarus: Von: Malesiz und an Bußen hat ereingenommen 124 Kronen 11 Groß. Dagegen hat er ausgegeben: Für das Ausmauern des großen Thors