April 1519.
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1519, 8. April. An Schultheiß und Rath von Bern. „Strengen, edeln ze. Vff das Schriben, so wir vßRoll üwern Gnaden zugeschickt, sind wir vff demselbigen Freitag des achtenden tags Abreiten gan Jenff zumHerzogen geritten vnd Im etlich artikel der sryen knechten von vnsern lieben Herren vnd Mitbürgern von FriburgZU Morsee ligend fürgehalten. Nämlich das Jr begär sye, das gcmelter Herzog vß der Statt Jenff ritten vnddie rumcn sölle, vermeinende, das er dem Abscheid Zürich vßgangen nit geläpt habe, indem das Er mit sinerAistung vnd kriegsvolk zu Jänff in einem küriß Jngeritten vor vnd ee dem gclept sye, so gemclter Abschied In-halt, vnd si wöllcn ouch gan Jänff Iren triumpf zu volfüren, wie der Herzog getan habe, damit die von Jenffsächen, mit was rüstung si Inen zuziechen, vnd den Herzogen zu straffen. Zum andern das Er die von Jänff byallen Iren alten fryheitcn vnd Rechtsamen bliben lassen wölle. Zum dritten des Burgrächtcn halb, da vermeinensi, das sölle in krefftcn bliben vnd statt han diewil Er dem Abscheid nit gelept habe. Zum Vierden das Er Inenden kosten abtrage. — Vff solich Artikel hat der Herzog mit sinen Räten gerett vnd vns ouch gebetten zu rat-schlagen. Hat sin Rat Im wenig können raten, sonder die begärungcn eben frömd vnd vngehört geachtet. Vnsdaruff gebetten, Im unser meynung ouch zu erscheinen, Inhalt siner besten Begär vnd Zusagen nach, nützit anvnsern rat zu handeln. Haben nur Im vnsers gemüts entscheid entdeckt. Daruff er sin antwurt gesetzt vnd ge-gründti DeS ersten, das er vß Jenff riten sollte, wäre sinen f. G. schwächlich vnd sinem Stat, Regiment, fri-heiten abbrüchig, diewil er ein Fürst vnd Schirmherr der Statt wäre, so in sinem land läge, da Im zustünde»gerüst vnd vngerüst zu Inen zu ryten, diewil er Inen dhein gemalt, vnzucht noch ützit wider den abscheid bewyse.Zum Andern, die von Jennff by Iren fryheiten vnd rechtsamen beliben zu lassen, dawider sye er nit, dann sihabent ein bischoff vnd fürsten, So habe er als ein ewiger Vicary des Richs sin Rechtsame, die wil sy ein Rich-statt sye, als ein Schirmherr vnd obrister Strafherr vber das malisiz. Zum dritten des Burgrächten halb syenvil Ursachen darwider dienende, die er ruwen lasse bis in das Rächt, da wölle er allweg in allen dingen demAbscheid gcläben, der Wyse, wenn die von Jenff sich des burgrechten entziechen, so sölle er vnd der bischoff Inendes zu argem nit gedenken, nit darumb straffen, sonder verziechen; das habe er getan allen in gemeind vnd jek-lichem insundcrs, vnd sy in Jrer parthyung vnd zwitracht vereinbaret, ouch si, ein ganze Statt vnd gemeind mitIm eins syen vnd er mit Inen. Zum Vierden Inen den kosten des zugs abzutragen vermeine er Inen nit schuldigsiu, so si wider In zicchen unverdient vnd ane gnugsam Ursachen, ouch mit gelt nit umfasset, angesechen sin großvßgabenlast vnd beschwärden. Aber vmb das si erkenen, das er Inen alle Er, lieb vnd fürstlichen willen trage,wölle er Inen gern ein Erung vnd Begabung tun in zimlichen billichcn gestalten mit Rat vnd hilf unser vndanderer erberer Personen. Vnd ob die von Fryburg sollichS alles nit Jngan wölken, so will er ce von Ort zu Ortriten, üw er gnaden vnd ander Eidgnossen vmb Rat, trost, rächt vnd hilff anruffen vnd Inen das Rächt piettendevff gemein Eidgnossen, ouch üwer gnaden, die von Fryburg, vnser Mitbürger vnd gemein Eidgnossen aller altenvnd ernüwerten vnd nüw gemachten pünden ermanende, In by Recht handhaben, schützen vnd schirmen, Inhaltderselben pünden. Vff das sind wir am selben frytag vmb die fünften Stund nachmittag von Jenff vß ganNieuws geritten, da wir üwer gnaden botschaft, vnser lieben Herrn vnd miträtt funden, Inen allen Handel ent-deckt vnd vns vereinbart, vff morndeß Sampstag früy vor tag zu vnsern lieben Herren vnd Mitbürgern von Fri-burg gan Morse in das fäld zu riten vnd die gcmelten Artikel Inen zu erkennen zu geben, der Hoffnung, mitder hilf Gottes etwas Gutes zu schaffen vnd üwer gnnd witer zu berichten. Sodann dero von Jenff halb habenwir mit den vier Sintickherren gerett zu erkunden hinderruks des Herzogen, wie Er vnd si mit einandern standen,ob si wol Eins sigent vnd ob si einich clegten habend, ouch ob si sclbs vnder einander Eins sigint. Hand si vnsgeantwurt, der Herzog vnd Si sigent wol Eins, ouch si vnder einander» selbst vnd haben dhein clag, wöllen ouchdem Abscheid geleben wie der Herzog, vnd si schriben dasselbig vnsern Mitbürgern von Friburg zu. lsöllichs tundwir üwern gnaden zu wissen, das witer vnsern lieben Herrn vnd Mitbürgern gan Solothurn, ouch in alle andereOrt Jlcnds zuzuschriben, ob jemand vff den süssen wäre zu wenden biß vff witer Kescheid, guter Hoffnung, der