August 1517. 10^1
^"sel. Ulrich Falkner. Freiburg. Helbling. Solothuru. Ruchti. Schaffhausen.— Appenzell.—>^ucern. Schultheiß von Hertenstein; Melchior Zurgilgen; Peter Zukäs; Venner Holdermeyer; Anton Bili.
Die Frau Markgräfin von Neuenburg hat schon auf mehreren Tagen zu Lucern und zu BadenAbelen, man möchte die Grafschaft Neuenburg, ihr väterliches Erbe, ihr zurückgeben. Nun ist abermalskuier ihrer Diener erschienen mit der Bitte, ihr beförderlich einen Tag anzusetzen, wohin sie ihre BotschaftZu« Erledigung dieses Geschäftes schicken möge. Da nicht alle Boten dießfällige Vollmacht hatten, so willihr vom nächsten Tag aus schriftliche Antwort geben. Anton Bili von Lucern, Zugesetzter auf^>> Tag, welcher der Ansprachen wegen Doustags nach Sant Michelstag soll gehalten werden, berichtet, daß^ französischen Boten wegen Nnkommlichkeit und Mangel an Speise und Platz zu Poleggio wünschen, daß°)»e Abbruch der Capitel und nur für dieses Mal gestattet werden möchte, den Tag zu Lauis oder BelleuzZu halten. Darauf hat man Vellenz als Ort bezeichnet; jedes Ort soll dieses seinen Ansprechen« und denenu> den Herrschaften, die es gegenwärtig bevogtet, kund thun. Gleiche Mittheilung wird auch dem Abt vonb Gallen, dein grauen Bund und Andern, die es betrifft, gemacht. «. Felix Wyß von Zürich mit einem^Pleiter ist zunächst bei der Stadt Basel beraubt worden, Basel hat die Räuber verfolgt und auf demchwarzwald niedergeworfen. Zürich und Basel sollen künftigen Sonntag ihre Boten zu Basel haben, um^ Räuber zu berechtep. Den kaiserlichen Boten auf diesem Tage und den Regenten zu Ensisheim wird^upfohlen, für die Zukunft derartige, mit der Erbeinung unverträgliche Gewaltthaten zu verhüten, wir könnten^u>e Wiederholung nicht zu Gutem aufnehmen, «il. Ein Tresorier des Königs von Frankreich eröffnet, wir^ cn durch die zuletzt beim König gewesenen Boten uns für Rückerstattung der Güter der Grafen von>^gamini aus Mailand verwendet, nun schreibe aber Herr Johann Jacob Trivulzio, diese Güter seien vor^tzehn Jahren von den« damaligen König Ludwig confiscirt worden, nicht von dem jetzigen Könige, weßhalb^ nicht herausgeben könne. Darauf hat man dem König abermals geschrieben, er möchte die armen GrafenAüeder in das Ihrige einsetzen oder den Trivulzio anweisen, auf Michaelis vor die vier Zugesetzten zum Rechtkommen. O. Einige von Lauis, die außerhalb des Herzogthums Mailand und der Eidgenossenschaftkaufen, meinen dasselbe zollfrei durch das Herzogthum führen zu können. Mai« hat aber auf diesemug den Artikel wegen der Zollfreiheit nachgesehen und gefunden, daß mit Ausnahme von Pferden undundvieh die Zollfreiheit nur für Güter gilt, die in der Eidgenossenschaft und im Herzogthum MailandAchsen und gemacht werden; man läßt es also beim Buchstaben bleiben. 6'. Der Streit zwischen Propst^>d Capitel zu Neuenburg und den Burgern daselbst, betreffend den Bau einer neuen Capelle, wird auf^ nächsten Tag, den gemeine Eidgenossen dort halten werden, verschoben. Dann sollen sie und der Land-^lst den Abt von Erlach und andere Prälaten aus der Nähe, behufs eines Vergleichsverstichs, dahin berufen;^ingt dieser nicht, so soll man die Parteien an ein Recht weisen. Die Neußschiffer von Lucern klage««,^ Reuß werde dermaßen „überfachet", daß ihnen leicht einmal eü« großer Unfall zustoßen möchte. Sie zeigendaherige Ordnung, welche die Zürcher in der Limmat und Are aufrecht halte» und die auch im Urbar^ ^aden eingeschrieben sei, mit dem Begehren, daß diese Ordnung auch in der Ne««ß beobachtet «verde.> ^krd ihnen zugesagt, „es sye dam« fach, das jeinandt Hinwider brief vnd ander besser gewarsame^ egg." ü». Die kaiserliche Botschaft bittet, «vir möchten päpstlicher Heiligkeit «»isere Knechte in genügenderzulaufen lassen. Darauf wird geantwortet, sofern der Papst sich der Vereiuung behelfen «volle, «verdediese ihm halten. Ferner hat dieselbe Botschaft gebetei«, «vir möchten den Markgrafen von Moutferrat^ ' einen Fürsten des Reichs bei seinein Streit mit den Kindern von Jncisa bei dem vor dein Kaiser