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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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AM 1517.

Bezüglich der Aufwiegler (Werber) sage der König, er habe mit dem Papst, dem Kaiser und den Königenvon Spanien und England Friede geschlossen und hoffe, diese werden den Frieden halten, wie er es zu thunbeabsichtige, sollte es aber doch nicht geschehen, so versichere er, unsere Knechte nirgends hinzuführen, ohneunser Wissen und unfern Willen. Der Gefangenen wegen habe der König ein Mandat ausgehen lassenund es sollte ihn freuen, wenn er deren viele ausfindig machen könnte, um sie ohne alle Entgeltniß zu ihrenWeibern und Kindern zurückkehren zu lassen. Endlich haben die Boten berichtet, wie viele Gnade und Ehredes Königs Mutter, die Frau von Angoulöme, der Herzog von Alenoon, gegenwärtig Delfin, der Bastardvon Savopen und Herr Galeazzo Visconti ihnen erwiesen und welche Erbietungen sie ihnen zu Händengemeiner Eidgenossen gemacht haben; ihnen sei auch ein Ehrengeschenk gemacht worden, wie jeder Bote weiterzu sagen weiß. Darauf hat man ihnen im Namen der Obrigkeiten einhellig Dank gesagt und beschlossen,den Bericht heimzubringen, in der Hoffnung, auch die Obrigkeiten werden daran gutes Gefallen haben undsie nicht vergessen. «». Bezüglich des Haupthandels, weßwegen dieser Tag angesetzt ist, die Schlösser Lauisund Lnggarus betreffend, haben unsere Eidgenossen von Zürich, Uri, Schwpz, Nidwalden, Basel und SchalstHausen auf die Forderung der sieben Orte die Antwort gegeben, sie wollen dieselben in den Mitbesitz kommenlassen, wenn ihnen die gehabten Kosten ersetzt werden, doch wollen sie zuvor wissen, ob man die Schlösserbehalten wolle oder nicht; einige der genannten Orte begehren schriftliche Versicherung, daß die Schlössernicht verkauft, noch anderweitig verändert werden sollen, ohne aller Orte Einwilligung. Die sieben Ortewollen sich gegen Niemandenso bezmungenlich" verschreiben, da solches nie gebräuchlich gewesen u. s. w-Es sei übrigens bisher weder ein Beschluß noch eine Abrede der sieben Orte bekannt, daß die Schlösserverkauft oder vertauscht werden sollen. Die fünf Orte möchten bedenken, daß die Eidgenossen mit einanderfreundlich und im Vertrauen, daß Jedermann der Eidgenossenschaft Nutzen und Ehre im Auge haben werde,handeln sollen, wie man von Alter hergekommen u. s. w. Ferner soll alles Einnehmen von den Schlösser»gegenüber den Kosten, die zu ersetzen sind, in billige Berechnung fallen. Der Besetzung der Schlösser wegruläßt man die Sache anstehen bis zum nächsten Tag, dann soll man auch hierüber sich zu verstündigen suche»-Auf diese den fünf Orten schriftlich übergebene Antwort der siebeil Orte haben jene sich entschlossen:dtesrchen Ort widerumb zu den schloffen vnd herrschafteil mit abtrag zimlichs kostens komm zu lasseil mit deManhang, das die siben ort dieselben schloß nienandhin verkouffen noch von Händen geben sollen vnd wirdieselben von Lowis vnd Lucaris bi den brieffen, so Inen zu Baden geben, beliben lassen." Das soll jederBote heimbringen und auf Montag vor der Auffahrt wieder zu Lucern erscheinen, um Antwort zu geben-der Bsatzullg halb" der Schlösser Lauis und Luggarus hat man vor der Hand nichts verfügt, sondernselbes dem nächst zu haltenden Tage vorbehalten, xs. Die Boten von Zürich und Schaffhausen sollen ansdem Heimweg mit dem Bischof von Verulan reden wegen einer Klosterfrau zu Lindau, die den Abt vonSt. Gallen wegen eines Erbfalls mit geistlichem Gericht vornehmeil will. «Z. Auf künftigen Tageil soll nianAntwort geben auf das Schreiben, das die Boten aus Frankreich von Bernhard Sesseli gebracht habeil, wo-nach er verlangt, daß ihm die vor Jahren zu Ensisheim gehabten Kosten vergütet werden, i . Schreibender Boten dieses Tages an den Papst, in Betreff der Walliser Angelegenheiten.

p, nach Zürcher Exemplar, i. z», «i fehlen im Berner-, i»,«, auch im Lucerner Abschied.

Zu «. Lücern, 1517, 22 April. Concept des lateinischen Verwendungsschreibens der daselbst versa«!-melten Eidgenossen an den König von Frankreich, zu Gunsten des Peter, Grafen von Pergamini, und sei«^Brüder, Söhne des Grafen Ludwig sel. von Mailand. Staatsarchiv Luccm: Alle. Abschi-d-, r. ss«. 3°°-