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Januar 1517.
Chur hat durch eine Botschaft eröffnen lassen: Nach dem Frieden mit Frankreich soll mit den SchlössernLauis und Luggarus, wenn diese abgetreten werden, auch das Veltlin und Eleven hingegeben werden unddagegen den drei Bünden von dem Geld, das man von Frankreich dafür erhält, so viel zukommen alKeinem Ort der Eidgenossenschaft; nun scheine dem Administrator, er und das Stift seien hierin übel bedacht,denn man wisse, daß Veltlin und Eleven dem Stift zugehören; haben auch der Herzog von Mailand mndhernach der König von Frankreich dasselbe innegehabt, so sei doch dem Stift eine namhafte jährliche Pensiondavon geflossen; auch haben die drei Bünde es im Namen des Stifts eingenommen und habe man sich derNutzung wegen dahin vertragen, daß dem Administrator der vierte Theil und den drei Bünden jedem ff»(des Rests) zukommen soll. Man möchte also ihn und sein Stift bei ihren Rechten schützen, ansonst wärezu besorgen, er mahnte die Gotteshauslente, das Gut des Stifts mit Gewalt zu behaupten; die Gottes-hausleute würden dann die andern zwei Bünde mahnen und die drei Bünde gemeine Eidgenossen, so daßneue Unruhe in Aussicht stüude. Ferner werde der Administrator verdächtigt, als suche er den Frieden mitFrankreich zu hintertreiben oder zu Nichte zu machen. Das sei nicht, er wolle gegentheils gern zu Allemhelfen, was uns zum Nutzen und zur Ruhe gereiche. Diese Eröffnungen werden die Boten an ihre Herrenbringeil, damit sie darin nach ihrem Gefallen handeln mögen. Die Hauptleute, welche an kaiserlicheMajestät des letzten Zugs nach Dietrichsbern wegen Ansprachen habeil lind mit denselben nach Laut derErbeinung vor den Bischof von Basel zum Austrag gewiesen sind, haben anbringen lasseil, sie haben bisher,obschon der Bischof bereits mehrmals um Ansehung eines Tages angegangen worden, noch keinen Bescheiderhalten, die Knechte aber dringen auf Bezahlung und droheil, wenn die Sache nicht ausgemacht werde, svwollen sie den Kaiser oder den »von Habsperg schon finden und ihre Ansprache selbst einziehen. Da nunhieraus Unruhe zu befürchten steht, haben wir dem Bischof von Basel neuerdings geschrieben, die Sacheleide keinen fernem Verzug. In jedem Ort, wo solche unruhige Knechte sind, soll man sie zur Ruhe mahnen,„dann vns nit lidenlich wer, wo jemands also voll siner Vnghorsami wegen vns sölte zu Vnruwen bringen."M. Onofrius Setzstab von Zürich hat uns nach aller Hauptleute Aussage in Mailand viele Dienste geleistetund letztlich zu Galera sein Roß und seinen Harnisch im Stich lassen müssen. Beim Bastard von SavopeNhat man sich vergeblich um eine Entschädigung für ihn verwendet, deßhalb soll man berathen, wie man ihmseinen Verlust ersetzen und seine Dienste vergelten wolle, v. Zürich beklagt sich, daß es bei der letztenTheilung des französischeil Geldes für seine außerordentlichen Kosten mit Boten lind Anderm allzuwenigbedacht morden sei, mit Bitte, darauf bei künftiger Theilung allgemessene Rücksicht zu nehmen. Da mandießfalls keinen Befehl hat, so soll man das Begehren heimbringen und jedes Ort soll seine Meinungdarüber an die Boten nach Bern schreiben. 6'. Die päpstliche Botschaft, nämlich der Bischof von Verulanund Herr Jacob Gambara haben im Auftrag des Papstes etile Schrift überreicht, wovon jeder Bote eineAbschrift hat. Um darauf zu antworten, wird Tag angesetzt nach Zürich auf Mariä Lichtmeß (2. Februar).K-. Auf Ansuchen der päpstlicheil Botschaft wird beschlossen, Lucern, Schwyz und Nidwalden sollen aufSamstag vor St. Pauli Bekehrung (24. Januar) Boteil zu Samen haben, um unsere Eidgenossen vonObwalden in unser aller Namen zu bitten, daß sie auch, wie alle andern Orte, in die päpstliche Ver-einuiig und deren Erläuterung geheil wollen und sich voll uns dießfalls nicht sondern. Dem Boten vonObwalden wird aufgetragen, bei seineil Herreil zu besorgeil, daß die obgeiiannten Voten am Sonntag nachihrer Ankunft vor die Gemeinde treten können. Bern soll in aller Eidgenossen Namen mit den Fran-zosen unterhandeln, daß den päpstlichen Boten und uns Eidgenossen Sicherheit und Geleit von und zu