994
Juli 1516.
über die Sachlage in Kenntniß setzen und ermahnen, kein Geläuf weder zum Kaiser noch zum König zu dulden,sondern in Ruhe abzuwarten, was gemeine Eidgenossen als das Beste erfinden werdein Damit auch der gemeineMann um so leichter zu Hause behalteil werden möge, hat man dem Bastard von Savoyen, der jetzt zu Genf ist,geschrieben, daß er Niemanden aufwiegeln noch annehmen soll, wenn er anders nicht dem König schaden wolle.
««S.
Ä er tl. 1346, 4 . Augnss (Meiltag nach Vinouta
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, I'. l7k. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, lj. l7S.
Archiv Solothurn.
l». Jeder Bote soll an seine Herreil über die Klage derer von Appenzell, daß sie wegen Schweindiner um Kosten belangt und beim Kammergericht vorgenommen werden, berichten, damit kaiserliche Majestätersucht werde, das Unterfangen des Schwendiner abzustellen und unsere Eidgenossen von Appenzell, wie dasder vor einigen Jahren zu Innsbruck abgeredete Vergleich mit sich bringt, ruhig gelasseil werden, sonstmöchten leicht weitere Unruhen hieraus erwachsen. 1». Jeder Bote kennt den Anzug, welchen Vogt Stockeiim Namen der vier Fürsten, des Pfalzgrafen, des Bischofs von Würzburg, des Herzogs von Württemberguild des Markgrafen von Nieder-Baden gethan hat, die Eidgenossen möchten mit ihnen in Bündniß, Ver-eiulillg oder Verständniß kommen, es sei mit oder ohne Hülfsverpflichtung, wie mau sich weiter verständige»möge. Das will man heimbringen, v. Auf dem srühern Tag zu Zürich ist uns acht Orten durch die fü»sOrte ein Tag wieder nach Zürich gesetzt worden auf Laurentii, um ihnen, den fünf Orten, auf ihre Malstnung betreffend die Vereinung mit Frankreich Antwort zu geben. Da von den fünf Orten Niemand ausdiesem Tag zu Bern anwesend ist und wir täglich die Ankunft des Bastards erwarten, so scheint uns wedernothwendig noch nützlich, den genannten Tag zu besuchen, zumal der Sachen wegen, für die dieser Tag nachBern gesetzt ist, nichts verhandelt wurde, wonach wir den fünf Orten mit Antwort begegnen möchten. Dahersoll jeder Bote seinen Herren anHeim stellen, den Tag zu Zürich zu besuchen oder nicht. «R. Dieser Tagist angesehen auf die Mahnung, welche unsere Eidgenossen, die fünf Orte, an uns, die acht Orte, gethaibdaß wir voil der französischen Vereinuug absteheil. Mail wollte aus diesein Tag sich über eine ihnen Z»gebende Antwort vereinigen. Inzwischen hat sich aber begebeil, daß der Köllig den Bastard von Savoye»sammt dem Herrn von Sulier nach unserm Begehren ans diesen Tag hieher zu uns gefertigt hat. Was »«tbeiden geredet worden, weiß jeder Bote; besonders ist ihnen die Beschwerde der fünf Orte vorgetragen wordenund deren Absicht, uns von der französischeil Vereinung abwendig zu machen lind wenn das zu Staudegekommen, eine neue Friedensunterhandlung zu beginnen, mit dringender Bitte, der König möchte, nachdei»er doch die fünf Orte der Vereinung und Hülfsverpflichtung entlassen habe, uns, die acht Orte, ebenfallsaus der Vereinung entlassen und sich mit dem Frieden begnügen, was uns im Innern zur Ruhe komme»lassen und auch dem König zu Nutzen und Ehre gereichen würde. Würde hingegen solches abgeschlagen, ^möchte daraus dem König und uns manches Mißliebige erwachsen. Alls der vom Bastard von Säumst»hierauf eröffneten Instruction hat man den guteil geneigten Willen des Königs zu uns Eidgenossen u»ddessen Neigung, mit uns Friedeil, Ruhe und Einigkeit zu haben, wohl verstanden; er wiederholt auch, wieer auf der acht Orte Begehren drei Artikel nachgelassen, namentlich die fünf Orte der Hülfsverpflichtung u»dVereinung ledig gesagt und ihnen nichtsdestominder ihre Pensionen wie den andern Orten zugesichert, auch M's