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Mai '1516.
König von Frankreich ziehen. Auf dem nächsten Tag will man übrigens weiter davon reden, wie diesesGeläuf abzustellen sei. v. Jedes der acht Orte weiß das Begehren des Jörg auf der Fluh, mau möchteihm Geleit geben, um sich der Händel wegen zu verantworten, deren er „hievor" gegen päpstliche Heiligkeitangeschuldigt worden sei. «S. Nachdem mehrmals, zuletzt in Lucern, verabschiedet worden ist, daß alle Ortedie vor Jahren zu Baden gemachte Reformation der Pensionen zc. wegen bis etwa in Mitte des laufendenMonats Mai annehmen, besiegeln und beschwören sollen, so hat sich auf diesem Tag erfunden, daß etliche Ortediese Reformation angenommen und beschworen haben, andere, obwohl sie dafür guten Willens sind, nicht.Es wird daher beschlossen, die letztern Orte nochmals aufzufordern, das Verkommniß beförderlich zu beschwören.«« Aus diesem Tag ist abermals die Botschaft der Stadt und der Kaufleute von Lucca erschienen mitder Klage, daß ungeachtet der voriges Jahr im Land, seither in Zürich, Bern und Lucern ergangenenErkanntnisse ihnen von denjenigen, welche den „Niederwurf" ihrer Seidenwaaren gethan, noch kein Ersatz ge-leistet sei. Sie begehren daher, es möchte namentlich mit Freiburg und Solothurn geredet werden, damitunfern Erkanntnissen statt gethan werde. Würde solches keinen Erfolg haben, so möchten wir es einerStadt Lucca nicht übel nehmen, wenn sie ihr Recht weiter suche. Hierauf wird abermals eine ernstlicheEinladung an Freiburg und Solothurn gerichtet, die Ihrigen, welche bei der Sache betheiligt sind, zumErsatz anzuhalten. Auf den Fall, daß dieser Einladung nicht statt gethan würde, soll man sich bis zumnächsten Tag mit weitern Instructionen versehen, j'. Uri, Schwyz und Nidwaldeu sollen die Bitte Lucernsseines Bürgers Peter von Sal wegen heimbringen, daß demselben etliche Tücher und Güter, welche ihm zuBellenz wegen einer ungichtigen Schuld in Verbot gelegt find, ausgefolgt werden möchten. Die BellenzMmögen ihn suchen, wo er gesessen ist, nach Laut und Sage der Bünde. U» Dieser Tag ist angesehenwegen der schweren Zeitläufe, insbesondere wegen des Abzugs eidgenössischer Knechte in Italien im kaiser-lichen Heer. Man hat auch auf diesem Tag einige Schriften verlesen, die von da herausgekommen sindvon des Königs von Frankreich Statthalter, dem Herzog von Bourbon, welcher sich nochmals erbietet, beiseinem König das Möglichste für einen gemeinen Frieden und damit wir Eidgenossen unter uns einig werden,zu thun. Auch hat man den Hans von Dießbach von Bern angehört, der vor Kurzen: aus Italien gekommenist und uns eröffnet hat: 1. Wir Eidgenossen sollen uns nicht mit dem Kaiser und Papst gegenüber deinKönig von Frankreich trösten, denn er wisse, daß der Papst den König mit Geld und Hülfe unterstütze.I. Eine merkliche Anzahl Spanier und Landsknechte sei zum König übergegangen. 3. Er schätze die Armeedes Königs auf 50,000 zu Fuß, 2000 Kürassiere und 3000 leichte Pferde, der Kaiser dagegen habe nachAussage Gefangener nicht mehr als 8000 Mann im Feld, wonach leicht den Nnsern etwas widerfahrenmöchte, was uns allen leid wäre, lieber alles das haben wir acht Orte uns unterredet und in bester Ab-sicht, Zwietracht und Unruhe zu vermeiden, erstlich die fünf Orte ersucht, den neuen Aufbruch des HerrnUlrich von Habsperg oder Anderer abzustellen, aus Besorgniß, daß wenn derselbe stattfände, die unbezahltAbgezogenen und Andere mehr auf die französische Seite ziehen möchten, wodurch große Unruhe in der Eid-genossenschast entstehen würde. Zweitens, daß man die, welche noch beim kaiserlichen Heer sind, abfordernmöchte, damit ihnen nicht Schmach und Schaden zu Theil werde. Drittens möchten sich die fünf Orte biszur Jahrrechnung von Baden erklären, was Mangels an den Verträgen von Genf vorhanden sei, das sieam Beitritt hindere, denn die acht Orte werden, wenn sie solches vernehmen, weder Mühe noch Kostensparen, damit die Einigkeit unter den Eidgenossen hergestellt werde. Auf die Jahrrechnuug sollen alle Botenmit dießfälliger Vollmacht erscheinen. Würde vorher eine Tagansetzung nothwendig, so soll sie dasjenige Ort,