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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1516.

eingesessenen Bürger, den von Foe, welcher im letzten Krieg den Eidgenossen die wichtigste Warnung, betreffendden Anzug der Franzosen über das Gebirg gebracht habe, fangen, die ganze Charwoche hindurch folternund am heiligen Abend zu Ostern enthaupten lassen. Das Gut des Hingerichteten, welches Freiburg zurück-gefordert, habe der Herzog an den im letzten Kriege ihm von den Unfern zugefügten Schaden behalten zuwollen erklärt. Diesen Handel soll jeder Bote ernstlich heimbringen. S. Auf unser letztgethanes Schreibenan den Papst, daß er am Frieden zwischen dem Kaiser und dein König von Frankreich zur Vermeidungfernem Blutvergießens arbeiten möchte, antwortet derselbe mit dem Erbieten, darin das Möglichste zu thun,wie wir vom Bischof von Verulan weiter vernehmen werden. Dieser erklärt, der Papst habe einen Legaten,nämlich den Cardinal Sancte Marie in Porticu deßhalb zum Kaiser geschickt, Papst und Kaiser seien miteinander gut einverstanden. Dabei bittet er, wenn wir Mittel zur Herbeiführung des Friedens wüßten, ihmdieselben mitzutheilen. Darauf wird päpstlicher Heiligkeit für den guten Willen gedankt und sie gebeten, indieser Sache durch ihren Legaten allen Fleiß anzuwenden; wenn dann wir Eidgenossen um Mitwirkungangegangen werden, wollen wir darin nach bester Möglichkeit auch handeln. L. Der kaiserliche Rath, RitterWilhelm von Neichenbach hat uns einen Brief von kaiserlicher Majestät übergeben, worin dieselbe uns fürunfern Abschied zu Lucern von Mittwoch nach dem Sonntag Misericordia Domini dankt, die Hoffnung aus-spricht, wir werden uns entgegen diesem Abschied nicht wider sie bewegen lassen, sondern getreu zu ihr halten,was der Kaiser auch seinerseits gegen uns thun wolle, er hoffe mit Hülfe der Unfern, die bei ihm sind und sichgut halten, unser aller Nutzen und Ehre zu erlangen. K-. Weiter hat Herr Wilhelm von Neichenbach einen Briefdes Kaisers an Zürich überantwortet, worin letzterer diesem Kenntniß gibt von den Unterhandlungen zwischen denUnfern in seinem und denen im französischen Dienst unter Beilage von Copien der daherigen Korrespondenz undAnzeige, was der Kaiser den Eidgenossen in seinem Dienst über die Ursache, warum er aus dem Feld gezogenund wie er bald wieder bei ihnen sein werde, geschrieben hat. Nach Ablesung dieser Schriften hat der vonNeichenbach im Namen des Kaisers begehrt, wir möchten die Unfern ermahnen, in seinem Dienst zu ver-harren und die, welche noch beim Franzosen sind, heimfordern, dann dem Kaiser noch 5000 Knechte inSold geben, er sei mit dem Papst in bestem Einverständniß u. s. w. Hierauf haben wir den Unfern inkaiserlichem Dienst mit Beilegung einer Warnung von Bern geschrieben, sie sollen gute Sorge haben, ehrlichdienen und uns von Allem, was ihnen begegne, in Kenntniß halten. Gleichzeitig haben wir ein gemeinesSchreiben von allen Orten und Zugewandten an die, welche noch beim französischen Heer in Mailand sind,ergehen lassen, um sie ernstlich aufzufordern, heimzuziehen und da nicht ferner zu dienen. Bezüglich derWerbung von weitern 5000 Mann in kaiserlichen Dienst will man auf dem nächsten Tag antworten.Is. Dieser Tag war vorzüglich angesetzt, um zu rathschlagen, wie man die Unfern im Dienst beider krieg-führenden Parteien, die wieder gegen einander stehen und einander „trazlich" geschrieben haben, abhaltenwolle, gegen einander zu schlagen. Da nun aber nach dem Bericht der Orte, aus denen die meisten Knechtezu den Franzosen gelaufen sind, die letztern seitdem mehrentheils nach Hause gezogen sind, ist man dieserSorge enthoben. Nichtsdestominder befürchtet man, es möchte den Unfern, die beim Kaiser sind, Unerfreu-liches begegnen, dabei ist man zu Hause nicht am besten einig, und doch möchten die meisten Orte gernFrieden und Nuhe haben. Daher hat man auf Hintersichbringen verabschiedet, die fünf Orte, die nochnicht nnt Frankreich in Frieden und Vereinung sind und die meisten Leute beim Kaiser haben, sollen zu>nKaiser, die andern acht Orte zum König von Frankreich Boten schicken und versuchen, den Frieden unterihnen zu vermitteln. Dabei sollen die fünf Orte auch die Beschwerden eröffnen, welche sie vom Beitritt zä