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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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December 1515.

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Obwalden will mit der Mehrheit den Frieden annehmen, hauptsächlich seiner beim König gefangenenAngehörigen wegen, und bleibt bei der zu Zürich gegebenen Antwort.

Nidwalden gleich wie Obwalden, sofern es ihm die vorangegangenen Orte nicht wehren.

Zug wie Obwalden.

Glarus will der Mehrheit folgen.

Basel: Sofern alle ihm vor und nachgehenden Orte einhellig sind, so soll man es eilig berichten, eswolle sich dann entschließen. Wenn verschiedene Meinungen wären, so behalte es sich weitern Rathschlag vor.

Freiburg will Bericht und Vereinung, wie sie zu Genf abgeredet sind, annehmen und dabei bleiben.

Solothurn wie Freiburg. Da den drei Städten die Friedensunterhandlung aufgetragen war, so würdees sich ihnen schlecht schicken, nicht bei der Abrede zu bleiben.

Schaffhausen hätte einem einhelligen Beschluß beitreten können, der Friede sei ihm lieb. Da aber etlicheOrte sich söndern, habe der Bote keine Vollmacht und müsse referiren. Man möchte wohl leiden, daß der abge-redete Friede noch in einigen Punkten gemildert würde.

Appenzell will mit allen Orten oder dem Mehrtheil in den Bericht und die Vereinung von Genf gehen.

Abt von St. Gallen möchte den Frieden ohne die Vereinung annehmen, gehe das nicht, so folge er demMehrtheil und bitte, dabei seine armen Leute besser als bisher zu bedenken.

Graubünden hat sich noch nicht entschlossen, nun aber hiefür einen Tag angesetzt.

Lucern hat die letzte Antwort gegeben, wie aus dem Tag zu Zürich, will die Abrede zu Genf annehmenund glaubt nicht, daß Jemand es davon abzumahnen habe.

Staatsarchiv Luccrn: Allgem. Abschiede, VI. SS. Archiv Freiburg, Sb, 11g.

«37.

L n c e r n. 4343, 24. December («ff mmtag dem hl. Wienachtabmd).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, P. 11k». Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 481. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, !'. 381. Archive Schwyz, Solothurn.

t». Der kaiserliche Rath, Herr Wilhelm von Neichenbach, hat auf diesen Tag geschrieben, er werdeunfern Eidgenossen von Bern und Lucern einiger Schrifteil und Reden wegeil, die er gegenüber ihren^andsassen gethan habeil soll, um sie unruhig zu macheu, angeschuldigt. Er hat sich zum Theil darüber^'antwortet und für sich und die Seinen auf künftigen Tag Geleit begehrt, um nach kaiserlichem Befehl""t uns zu verhandeln. Sofern wir ihm das Geleit nicht geben wolleil, möchten wir es ihm berichten,^ach Anhörung der Boteil von Bern und Lucern hat der Mehrtheil der Boten dießfalls „sich des gewalts'llt wellen beladen," sondern die Antwort auf den nächsten Tag verschoben. ?». Des Friedens und der^reinuug wegen mit dem König von Frankreich wurde zuerst ein Missiv angehört, welches die HerzoginAngoulöme, Mutter des Königs, als Regentiu und Statthaltcrin ihres Sohnes in Frankreich, an den^rzog von Savoyen gerichtet hat und worin sie ihre große Freude über den Frieden und die Vereinung,welche zu Geuf zwischen ihrem Sohn und uns beschlossen und beschworen worden seien, ausspricht, da siesolches im Juteresse ihres Sohnes, gemeiner Eidgenossen und des Nutzeus der Christenheit wegen stets^wünscht habe; deßhalb seieil auch ihr Sohn und sie Willens, diesen Frieden zu halten u. s- w., mit vielenstündlichen Worten und dem Begehren, daß die betreffenden Urkunden sofort möchten aufgerichtet und^schlössen werden. Die 200,000 Kronen liegeil bereit und was ihr Sohn im Frieden sonst zugesagt, das^olle sie „Hand ob hau", daß es gehalten werde u. s. w. Darauf haben der Eidgenossen Boten ihre