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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1515.

von Savoy vnd Luttringen sich darumb mit sampt Iren landen verschriben. Deßglichen so wöllen wir Jnhabendie Herrschaften Lowis, Lugaris vnd ander Jngenomen platz so lang, vil vnd gnug, bis wir obbemeldter Summengelts bezalt vnd vernügt syen. Zum Sechsten das der küng mit vns Eidgnossen bcgärt ein ewige puntnuß zumachen, ist vnser will vnd beschluß, mit dem küng kein ewige puntnuß zu machen, aber wol ein verstäntnuß, inwellicher dcwedrer teil dem andern einich Hilst schuldig vnd pflichtig wäre, sunder beidersit frttntlich zu laben nochkein teil den andern zu überziechen. Wo aber söllichs der küng nit annümen vnd dadurch der frid gehindert,damit wir dann nit so schantlich abzugen, so mögen vnser Kotten die Vereinung ein Jarzal oder des küngs labenlang mit Im annämen vnd doch nit witer dann zu beschirmung der krön von Frankenrich vnd Herzogtums Meilandjctz inhabenden landen vnd gebietten, ouch das in söllicher puntnuß bestimpt werd, mit wievil knechten man Imhilfflich sin sölle. In sollichen obangezöugten artiklen haben wir vnsern gesannten vollen gemalt geben, darin zuhandlen vnd zethund so einer Eidgnoschaft erlich vnd loblich sin mag. Vnd ob etlich vnser Eidgnossen in solichenfriden nit gan wollen, die mögen kriegen, als lang si wollen, dann das nun Herren noch die Iren witer kein kriegalso in verren land erzugen, mögen si nit tun. Vnser Eidgnossen von Swyz vnd Glans haben vff nechst ver-gangnen tag zu Versel Ire botschaft nit gehept, aber wir hoffen, si werden sich in friden schicken u. s. f. (Folgendie weitern Betrachtungen und Nachrichten, der ganze Brief ist abgedruckt bei Anshelm V. 16S ff.)

1515, 8. September. Die Boten der Eidgenossen zu Galera an die Hauptleute zc. zu Monza.Vnserfrüntlich willig Dienst sc. w. Diser Stund haben wir nach vil gehepter Müg vnd arbeit mit des küng von Frank-richs anmalten vnd gewalthabern, dem Herrn von Latre vnd den bascharten von Saffoy durch hilf, rat vnd zutundes fürsten von Saffoy einen friden vnd bericht zwüschent dem küng von Frankrich vnd einer loblichen Eydgno-schaft abgeredt vnd beschlossen vnd den zu halten beidersitt Angenommen lut der Jngesloßnen artikeln. Zudemhaben wir beidersit von einer Vereynung red gehalten vnd vnS derselben och vereynbart lut hie mitgesanntenartickeln, so wir üch hiemit zusenden vnd keinswegs verhalten füllen, in guter Hoffnung, Jr füllen daran gefallen,vnd an vnser müg vnd arbeit nit vnwillcn empfachen. Dann wo wir einer Eidgnoschaft lob vnd Ere wyter hettenmögen fürdern, weren wir zutun mer dann willig vnd dz schuldig gewesen. Aber es hat nit wyter mögen ge-bracht werden. Sodann, liebe Herren, ist vnser anschlug, ratt vnd meynung, nit zu verriten bis vns vmb allHandlung brieff vnd sigel vom küng, och vom Herzogen von Lutringen, der vmb die ganz Summ gcltz, so vnbezaltvsstan wirt, bürg sin soll, zu vnsern Händen geantwurt wirt vnd deßhalb so wellen vns, was üch fürer ze thun ge-meint sy vff dis vnser Handlung, ouch berichten. Damit sind got vnd wir üch mit trüwen befolhen. Datum inJl zu Galleren vff vnser frowentag vmb die iij Stund nachmittag a°-xv.

Vwer gehorsamen hoptlüt vnd verordneten rätt zu Galleran.

Wpter lieben Herren, so haben vns vnser Eidgnossen von Bern, Friburg vnd Soltorn befolhen, üch zuberichten, das in Jrem Erliden nit mer sye zu kriegen, verkünden wir üch im besten.

Den fromen, vesten u. s. w. hoptlüten, lttttiner, fenner vnd rätten zu Montsch ligendt u. g. l. E."

Staatsarchiv Zürich: Mailänder Acten.

1515, 10. September, Montag nach unser Frauen Geburt. Hans von Erlach, Anton Spillmann und RudolfScnscr schreiben an Hauptleute, Venner, Nathe und Burger von Bern zu Domo:Vnser gehorsam willig dienst Zc.Leist als wir üch geschriben Hand, wie wir der Bericht halb zwüschen dem küng von Frankenrich vnd vns Eid-gnossen gehandlct Hand, als Jr das durch vnser Schrift gesechen Hand vnd semlichs vnsern Eidgnossen den übrigenOrten ouch zugeschriben ist worden, vff semlichs ist vff Hütt vmb die achtende Stund vor Mittag vns ein brieffvon vnsern Eidgnossen zukomen wysende, wie sy dann vnser Schribcn vnd die artikel des fridens vnd vereinungwol verstanden haben; vff semlichs Hand Si vns zugeschriben, das wir ylcnds hie hinnen füllen zu Inen ver-rücken, dann die artikel ettlicher maß kurz begriffen syen, vnd allda wollen Si die fach fürnemen vnd wyter in derfach handlen, vnd daby geschriben, das wir üch, mine Herren von den dry Stetten, zuschriben söllent, das Jr üch