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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1515. 911

Dagegen ob wir Eidtguossen mit kriegsgeschäften beladen wurden vor vßgang diser Vereinung, zuwellicher zyt das beschäche, so sol aldauu ein kiing von Fraukenrich vus zu Hilst schuldig sin zuzeschicken 500Glänen, tuseudt Arschier, das sind Boguer, vud ein erlich geschütz, vnd das alles in siueu eignen Costen.^)b aber der gemeldt küng zu denselben ziten mit eignen kriegen in sinen landen beladen wäre, aldann soler vns nützit schuldig sin zuzeschicken, er thüge es den gern.

Wyler so sol der küng von Franckenrich dwil dise Vereynung wert vnd in krefften ist jedem ort vnserEidtgnoschaft jerlichen zu Pension geben 2000 francken.

Vnd sol ouch in diser Vereynung angezöugt vnd begriffen werden die Capitel, so wir mit küng Lud-wigen säliger gedächtnuß von wägen des Herzogtum Meilands, Zoll vnd gleits halb, deßglichen wo Jrtungvnd Zwietracht zwüschen den parthyen erwachsen wurde, wie das nach lut der Cappitlen berechtigtsolle werden.

Vnd sol dise Vereynung in krefften sin vnd beliben des küngs läben lang vnd x Jar nach sinem Tod.Vnd behalten ein Eidgnoschaft in diser Vereynung vor zu Jrem teil den Heilligen Stul zu Rom, dasheillig Römisch Rich, das huß Oesterrich, den Herzogen von Sauoy, den hertzogen von Wirttemberg, denMargraffen von Monferrat, ouch das huß von Medicis vnd alle die, mit denen wir vorhin in pundtnußsind gewesen, vßgeschlossen den küng von Hispanien."

Bcrner Bundbuch, II. 433. Staatsarchiv Zürich: Mailänder Acten.

Zu «1. Vollmacht Franz I. an Lautrec und den Bastard Rena von Savoyen, mit bevollmächtigten Botender Eidgenossen Frieden und Freundschaft abzuschließen unter dem Versprechen, Alles was sie in dieser Sachethun, genehm zu halten. Datum aus unserm Feld zu Liborne (Livorno) 25. August 1515.

Die Verschreibung des Königs um die im Friedenstractat den Eidgenossen verheißenen Summen unterVerpfändung des HerzogthumS Mailand und der Herrschaften Asti und Genua, ausgestellt von den Bevollmäch-tigten Lautrec und Rens von Savoyen s. ä. und die Bürgschaftserklärung des Herzogs von Lothringen s. ä.

Bcrner Bundbuch, L. tss, 42S.

lieber diese Friedensverhandlungen geben noch folgende Briefe Aufschluß:

1515, 4. September. Aus einem Schreiben der Berner Hauptleute an den Rath zu Bern ckck. Domo4. Sept.vff den Vierden tag ougsten sverschriebenj spat in der Nacht".

Nachdem die Ankunft der Venner Spillmann und Senser mit den Friedensartikeln gemeldet worden,welche nebst den Antworten des Königs beigelegt werden, fährt der Bericht fort:

Vff das haben wir die üwern von Statt vnd land besamlot, Inen den abscheid fürgehalten vnd vns vffdie antwurt des küngs fürer beraten, wie denn söllichs von artikel zu artikel hienach geschribcn stat: Des ersten,diewil sich der küng erbütet, vns Eidtgnossen die viermal hundert tusent krönen von Dision har gnaden zugeben vnd deheinem Rechten, so lassen wir es beschechen, er gebe vns dieselben gnaden oder dem Rechten,souer das vns söllichs werde. Zum andern das wir Eidgnossen begären, den Herzogen von Meiland miteinem erlichen Stat fürsächen werden, als sich ouch des der küng erbütet, zu dem vns vnser brieff vnd Sigelharuß zu vnsern Händen zu verschaffen, in denen wir dann gegen dem Herzogen stand vergriffen. So hat sichdann der küng erbotten, vns Eidgnossen zu geben zweymal hundert tusendt krönen an vnsern kosten zu stür, davns bedunkt solichs gnug wenig zu sin, deßhalb wir vnsern botten beuclch haben geben ob sy etwas wyter mögen den franzosen ze stechen. Zum Vierden so hat sich der küng erbotten, vns Eidgnossen zu geben iij mal hunderttusendt Duggaten vmb die Slösscr vnd Herrschaften, so wir Eidgnossen von dem Herzogtum Meiland habengezogen; söllichen Artickel wir ouch angenomen vnd verwilliget haben, souer der küng vns brieff vnd Sigel gebe,alle die so vns trüwlich, erlich vnd wol gedienet haben, nit zu schädigen, noch si an Jrem lib vnd gut durch vnserwillen zu bekümbern. Zum fünften wo der srid also, wie obstat, gemacht werbt, das aldann die beid hertzogen