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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Mai 1515.

Herzog behufs Bezahlung der Pensionen und des Soldes der Truppen eme gemeine Steuer (Schätzung) unBetrag von 300 000 Ducaten anlegen könne und weil vorhin der Verdacht ausgesprochen worden, daß nutdem Geld untreu umgegangen werde, unfern Boten die Aufsicht und eine Untersuchung über allfällige frühereVeruntreuung anerbietet, so wird beschlossen, daß jedes Ort seine dießfällige Meinung beforderlich an Lucernschreiben soll, welches sie dann unfern Boten nachsenden wird; man hält nämlich dafür, die Sache erleidenicht Aufschub bis zum nächsten Tag, war aber auf diesem Tag ohne daherige Vollmacht.

Zu 1». I- Vortrag des päpstlichen Orators, Bischofs von Verulan. auf dem Tag zu Lucern, Mittwoch vor

Pstngstcn^1n l.^ine ^ ausgegangen, der Papst und einige Potentaten in Italien seien französisch gesinnt undbaben sich mit Frankreich verbunden, auch einen mächtigen Zug gerüstet, um in Gemeinschaft mit den Franzosendas Herzogthum Mailand und Anderes zu erobern. Er hätte nicht einmal nöthig erachtet, dieses Gerücht zuwiderlegen wenn ihm nicht der Papst durch seinen Kämmerer Peter Groß den Befehl dazu geschickt hätte. VonRom bis Mailand sei kein reisiger noch Fußzug des Papstes oder der Florentiner. Wenn dem Papst französischeGesinnung angedichtet werde, weil er die Zurückstellung von Parma und Piacenza und die Besieglung desBundes verzögere, so sei das falsch, die Verzögerung komme nur von dem mit dem Kaiser und Aragongeschlossenen Bündniß her. welches dem Kaiser die Gegenleistung für die beiden Städte auferlege. Obschonnun die Unterhandlungen noch schweben, so erbiete man sich, um allem Verdacht vorzukommen, sofort nachBeschluß des Bündnisses dem Herzog Bergamo zu übergeben und für Crema, bis es erobert sei, jährlich10,000 Ducaten zu erlegen. Sollte der Kaiser die Uebergabe von Bergamo nicht sofort bewerkstelligen, so sollauch hiefür Ersatz an Geld geleistet werden. Innert 14 Tagen nach Besieglung des Bundes werde päpstlicheHeiligkeit die Pension ausrichten. Auch das sei erdichtet, daß der Herzog von Genua den Franzosen anhange,die Eidgenossen möchten daher nicht feindselig gegen ihn verfahren und ihn dadurch auf die französische Seitetreiben. Ermahnung an die Eidgenossen, beim Papst getreu auszuharren und sich nicht von ,hm abwendig machenzu lassen u. s. w. F «ib ..rg, Bd. 5°, °°.

Summarium der Werbung von kepserl. Mt. wegen an gemein Eidg. hüt beschlossen."

Mfenklich gibt die keys. Mt. gemeinen Eidgnossen diese nachfolgende warhaftige bericht der gemeinenpundtniß halben zu Rom zwüschcn dein bapst, keys. Mt. vnd dem küng von Aragon beslossen vnd nämlich dzdie inhalt der billigenden Artikel, also zu Rom beslossen worden ist. ouch dieser gemeinen pundtnuß hie mit deneyd'gnossen angenommen ganz nit widerwertig, dann allein was den vßwechsel der zweyen Stett belangt vnd istsollich pundtnuß nachfolgenden Vrsachen mit dem bapst angenomen:

Die erst das der Bapst sich nit Frankrich anhcngig mache, sunder by vns belib.

Die ander, so sy noch dem bapst die zwo Stätt daran gelassen, dz sin Ht. helfs die Benediger zu zimlicherNechtung zu bringen, damit die von Frankrich gescheiden werden, dann sust der Franzos kein Ruwen hat.

Die dritt. so das geschicht, so kompt der Herzog von Meyland der Venediger halben also vff einer Siten

^Die vierd das alsdann das kriegvolk, dz keys. Mt. vnd Aragon wider die Venediger haben, wider denFranzosen mög gebrucht vnd ein bestendiger srid erlangt werden.

Die fünft damit so der bapst die zwo stett also behielt, dz sin Ht. in dise gemein pündtniß sampt den Pote-staten in Italien ouch kem vnd der Eidgnossen knecht gegen Frankrich gebrucht vnd vnderhalten mögen werden,das sust der keys. Mt. vnd dem küng von Aragon zu schwer sin wurde, in ansehung der lang werenten kriegs-löuf halben, damit sy beladen syen. ... ^ . .

Die sechst das darum in der püntniß zu Rom gemacht, nit vßgetrnkt worden, das sin Ht. zum weg m