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April 1515.
Pfister. Abt von St. Gallen. Ludimg von Helmstorf, Ritter. Lucern. Peter Tammann, Schultheiß;Jacob vou Wrst, Altschultheiß; Jacob von Hertenstein; Hans Marti, Seckelmeister; Melchior Zur Gilgen;Hans Gössi, Rathsrichter.
t». Die Wittwe des Herrn von Jncisa, Mutter seiner Kinder, welche der Markgraf von Montferratnach Hinrichtung ihres Vaters im Gefängniß hält, hat schon wiederholt die Verwendung der Eidgenossenfür ihrer Kinder Befreiung nachgesucht und die Boten der Eidgenossen haben in der Sache schon viel gehandeltaber stets ohne Erfolg. Letzthin haben der Eidgenossen Boten, die zu Mailand waren, den Heinrich Erbbeauftragt, abermals sich beim Markgrafen zu verwenden, aber nur soviel erlangt, daß ihm die Kinder, vondenen es hieß, sie seien auch aus der Welt geschafft, in dem Schloß, wo sie gefangen gehalten werden, vor-gezeigt wurden. Daher soll jeder Bote heimbringen und auf dem Tag zu Bern Antwort geben, was manferner für die Befreiung der armen, an ihres Vaters MißHandel unschuldigen Kinder thun wolle. ?». DieBoten von Savopen, welche ans dem letzten Tag zn Bern gewesen sind, haben aus Genf geschrieben, es seieine Ehe zwischen Erzherzog Carl von Burgund und der Schwester der Gemahlin des jetzigen Königs vonFrankreich beschlossen. Der König von Frankreich gebe dem Erzherzog 700,000 Kronen Ehesteuer, 300,000baar und 400,000 habe er ans das Herzogthum Berrp geschlagen, welches der Erzherzog bis zur Bezahlunginnehaben soll. «. „Sodann als zu verschyneu tagen anbracht von bäpstlicher heligkeit, wie zu reformie-rung vnd uotturft der heligen kilcheu augesechen durch siner heligkeit vorfaren papst Julium, ouch demnachIn vnd dz helig Konsilium, die Irrungen vnd cismata, so wider die kristenlichen kilchen vergangner Jarensich erhept, dero nämlich zwey stuck gemeldet, dz erst der Cardinäle halb, so sich vom heligen stul abgescheiden,demnach durch bapst Julium wider begnadet vnd sich ergeben, dadurch solch Irrung durch gnad des allmech-tigen abgestelt vnd aber zum andern noch ein Irrung sye in Gallien, genempt bragmatika, da nun vomheligen Consilio augesechen, die prelaten, so mit dein befleckt, zu citiren, das beschechen vnd sich verantwurten,sy haben nit geleyt noch sichern durchzug gan Rom, dann Inen durch vns Eydgnossen abgeschlagen, begertbäpstl. Ht. Inen also sölch gleyt zu vergönnen vnd nachzulassen, dann sölchs dem heligen stul mergklichabbrüchig sin wurd, doch dz dieselben als geistlich prelaten ryten one kriegsgewer. Sol jeder pot heimbringenvnd ouch vff dem nechsten tag zu Bern antwurt geben." «?. Auf diesem Tag zu Lucern, Freitag vorQuasimodogeniti, haben die Gesandten des Kaisers und des Königs von Aragonien Antwort begehrt aufihr zu Bern gethanes Anbringen, betreffend einen Zug nach Frankreich und die Einladung zum Tag nachBiberach zu dessen definitiver Verabredung. Da nun die Antwort gemeiner Eidgenossen dahin ausgefallenist, daß sie nicht mit unbedingter Voll,nacht, sondern auf Wiederheimbringen ihre Boten nach Biberach sendenwollen, so hat Di'. Reichenbach erklärt, eine solche Sendung würde nur große unnütze Kosten verursachen,sie möchten daher die Sendung unterlassen und einen andern Tag deßhalb ansetzen, aus den dann kaiserlicheMajestät ihre Boten zu ihnen senden werde. Hierauf ist ein solcher Tag angesetzt auf St. Jörgentag nächsthinnach Lucern und sofern es der kaiserlichen Botschaft wegen Kürze der Zeit nicht möglich wäre, auf diesen' Tag zu erscheinen, so soll man sie bis Freitags darnach erwarten und nicht eher heimkehren. Jeder Botekennt auch die Erläuterung, welche genannter Doctor im Namen kaiserlicher Majestät des Kostens und Zugswegen gegeben hat, insbesondere daß er wiederholt hat, wenn auch kein gemeiner Auszug stattfinde, so werdekaiserliche Majestät doch unsere Knechte in seinen Sold und Dienst nehmen, v. Nri verlangt abermalsdie Bewilligung zu einem neuen Weg und Zoll auf dem Plattifer. Den Zoll bestimmt es folgendermaßen:von einem fetten Hengst 3 Angster, von einem fetten Ochsen 2 Angster, von einem Ferris-Roß 1 Angster,