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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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November 1513.

ordnete Zusatz noch nicht da sei, möchte ihnen der Herzog 50 Mann von seiner eidgenössischen Garde leihenund die im Namen ihrer Herren in die Nocca legen, was er auch gerne gethan hat. Darauf ist heute dasSchloß übergeben und die Rocca, das beherrschende Werk, mit unfern Knechten besetzt worden. Dam: hatder Herzog im Münster mit großer Solemnität ein Amt der heiligen Dreifaltigkeit zu Lob und Dank singenlassen. Nun möchten die Eidgenossen nach Abrede eine Anzahl Knechte zur Besetzung des Schlosses senden.Auch die Hauptleute der Franzosen zu Cremona seien mit dem Herzog übereingekommen, das dortige Schloßzu übergeben, wenn sie innert dreißig Tagen nicht entsetzt werden; der Herzog sei Willens, dasselbe auchdurch die Eidgenossen besetzen zu lassen. Der König von Frankreich habe dem Papst geschrieben, desletztern Gesandte seien nach Mailand gekommen und haben den Boten der Eidgenossen eine Copie des Briefsin die Hand gegeben und sie dieselbe abschreiben lassen mit der Erklärung, der Papst habe nicht antwortenwollen bis er der Eidgenossen Meinung darüber kenne und wenn sie ihm auch die Antwort anvertrauen/so werde er doch nichts aussprechen, was dem Vertrag von Dijon widerspräche. Da die Boten des Papstesin die Eidgenossenschaft abgefertigt seien, so habe man sie angewiesen, diese Eröffnungen dort zu machen,übersendet inzwischen aber die obbemerkte Copie. Mau begehrt auch zu vernehmen, wie sich die Franzosender bericht halb bi üch schicken" und wie sich der Eidgenossen Boten zu Mailand ferner zu verhalten haben

5S8.

Mailand. 4343, g-mdct 3. December.

Staatsarchiv Lncern: Acten Mailand. Archiv Freiburg: Abschiede, Vll. Uli.

Abscheid der verordneten Boten gemeiner Eidgnoschaft, so by dem Herzogen von Meyland gewesen sind" ^

». Es hat sich nicht schicken wollen, daß wir in Lauis die dortigen Geschäfte abthun konnteil.

Boten sind nicht alle auf der gleichen Straße dahin gekommen und nicht mit einander eingetroffen. Daruwsoll jeder Bote an seine Herren bringen, daß Anordnung getroffen werde, wie von nun an die Appellationenund die übrigen Geschäfte der neuen Herrschaften in der Lombardei sollen besorgt werden, damit die Leutedaselbst sich nicht zu beklagen haben. 4». Jeder Bote weiß zu berichten, wie wir uns darauf zum Herzogvon Mailand nach Pavia verfügt haben lind von demselben ehrenvoll empfangen worden sind. Wir habenihm in Gegenwart aller seiner Räthe und Regenten folgende vier Artikel vorgetragen: 1. Wir habenihm Kenntniß gegeben von dem zu Dijon mit dem Herrn von La Tremouille geschlossenen Friedensvertrag,worin ausbedingt war, daß der Köllig auf das Herzogthum Mailand und die Grafschaft Asti verzichten unduils die Schlösser von Mailand und Cremona übergebeil soll, was im Interesse des Herzogs geschehen senNun befremde uns, daß der Herzog ohne Wisseil und Willeil unserer Obern mit den Franzosen im Schläfsteinen andern Vertrag gemacht habe. Wir seien von unfern Herreil vorzüglich deßhalb gesendet, umVerproviantirung der Schlösser und andere Untreue zu hindern. Darauf hat der Herzog antworten lassen,unsere Herreil haben ihm den Frieden voll Dijon noch nie mitgetheilt, er habe zudem von seinen Spähernin Frankreich, Rom und Deutschland Bericht, daß der König denselben nicht halteil werde. Darauf habeer mit den Franzosen im Schloß auf deren Begehren einige Artikel angenommeninmaßen das er deßschlaffes gewüß wäre", uichtsdestonünder aber den Frieden von Dijon vorbehalten, sofern derselbe innertdreißig Tagen anerkannt würde. 2. Wir haben dem Herzog angezeigt, daß unsere Herreu in Betracht derungetreuen Zeitläufe 600 ihrer Knechte in die Schlösser legen wolleil. Darauf hat der Herzog erwidert, es