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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juli 1513.

merklich gut verbrucht, by den ein vnd zweintzig hundert Guldin." Bei Berathung über Tilgung diesesPostens habe der Landrath beschlossen,jetlichen nach siner Habgutz" zu besteuernvnd nämlich vffmin gnedigen Herren hundert Guldin, vnd deß sin Fürstlich Gnad gebäten, die früntlich vßzerichten; abersin Gnad nit tun welti, deßhalb sy noch da stündint mit bitt vnd beger, daß sin Fürstlich Gnad nochmalsgütlich vßrichty, so offt vnd dick sy Stür vnd Brüch in Kriegslöuffen vnd sust anlegen, ouch als ein anderLantmann Alles, das sin Gnad vnnd das Erwirdig Gotzhus in der Grafschafft vnd im ganzen Umkreißdaselbs hetti, stüren vnd bruchen sott; sover vnd aber das nit gütlich sin möcht, das sin Fürstlich gnaddes mit vnser rechtlichen erkanntniß gewißt werden sölt." Dagegen ließ der Abt durch seinen Canzler vonWyl antworten, ein solches Gesuch befremde ihn, in Anbetracht, daß er der Toggenburger natürlicherHerr seivnd sy die sinen wärint an dem end, Lant vnd Lüt, Hoch vnd Nidery Gericht, ouch sölichs ingrossem costen beherscht vnd Im ouch huldung getan, deß vnbillich als Iren natürlichen Herrn anlegen,zudem ouch sölichs an sine vorvordren nie ervordret :c." Er legt Bullen und Privilegien in's Recht undverwahrt sich in jeder Hinsicht gegen das Ansinnen seiner Unterthanen. Letztere entgegnen hinwieder:Stzwärint nit dawider, das er Jr natürlicher Herr sy, anders denn in kriegsloufen sy Im gantz nüt schuldigsigint, sy redint Im ouch in sine Bullen vnd Brevilegien gar nüt; dwil vnd aber ein Herr von Raren,von dem die Grafschafft Toggenburg von einer leyen Hand an das wirdig Gotzhus komen ist vnd er st»Lib vnd Gut mit Inen gebrucht, besonder vbels vnd guts mit Inen gehept, so offt vnd dick sich dasbegäben, Hab sin gnad das Lantzrecht mit Inen geschworen vnd sich des berümpt, er mit Inen besundersalles das, das sin Gnad vnd das wirdig Gotzhus in der Grafschafft hätti, stüren vnd brüchen so offtdas begeben wurd, wie ein ander Lantman, vnd söliche inhabende darfür nit schirmen, vnd das zu rechterkennt werden sölt." Hierauf wird mit Urtheil zu Recht erkannt:Was in der Grafschafft in denselbenvmkreiseu lit, das eins Herren Apptz vnd Conventz des Erwirdigen Gotzhus Sant Gallen ist, das sol ouchstüren vnd brüchen nach marchzal sines gutz", wie ein anderer Landmann: allein Zehnten sollen ausgesetztund ausgeschieden sein. Besiegelt für Schwyz und Glarus mit dem Landessiegel von Schwyz.

5V8.

A u c e r n. 4313, 8. Juli (vff Frymg nach viriol).

Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, L. 2 274. Staatsarchiv Zürich Abschiede, VI. 83. Staatsarchiv Bern: Allgemeine

Eidgenössische Abschiede, 444. 447. Archiv Freiburg.

a. Jeder Bote kennt das neuerdings angekommene Schreiben des Herzogs von Savoyen, worin erversichert, er habe den Franzosen weder Hülfe noch Vorschub gethan und wolle stets ein guter, getreuerBundesgenosse sein. H». Heimbringen, wie der hinkende von Chätelard dem von Tremouille geschriebenhaben soll, wie wir Eidgenossen einen zweiten Auszug dem ersten zu Hülfe geschickt haben, der Königmöge sich also beeilen, mit dem ersten Zug zu schlagen, bevor der zweite herankomme. Bern hat eineCopie dieses Briefs, die ihm von seinem Vogt zu Graudson zugekommen ist, zu Baden und jetzt auf demTag gehabt. <.Entsluß vnd antwurt vnser lieben Eidgnossen Schultheißen vnd rätten vnd gemeind derStatt Lucern vff anbringen Jr emytern vor vnser Eidgnoschaft potten beschechen vff Donstag nach Vlriei(7. Juli)": 1. Auf das Anbringen der Aemter, es sei ihnen mißfällig, daß man von Fürsten und HerreuGut und Geld nehme und mit ihnen Bündnisse mache, wonach sie denselben dienen und reisen und um ihre