Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
674
Einzelbild herunterladen
 

674

Dccember 1513.

Boten der Eidgenossen nach Rom waren nach Anshelm IV. 284: von Zürich Marx Röist und JacobMeiß; Bern Hans von Erlach; Lucern; Uri Ammann Jmhof; Schwyz Ammann Kätzi; UnterwaldenHans Frunz; Zug Vogt Zigerli; Glarus Pannerherr Tschudi; Basel vr. Lienhard Grieb, Zunftmeister;Freiburg Peter Falk; Solothurn Hans Stölli; Schaffhausen Burgermeister Ziegler; Abt von St. Gal-len vr. Winkler.

Mailand. 4642, Ende December.

Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, X. Uil. Archiv Schaffhauscn.

Abschied geHalter Versamlung gemeiner Eidgnossen Rathsbotschaften als der Herzog zu Moyland inge-setzt ward

i». Die von Lauis begehren, daß 'das Nichtcramt bei ihnen wie von Alterher geordnet werde undnicht von Monat zu Monat umgehe. ?». Die Hauptleute vor Lauis klagen über Mangel an Pulver undGeld. Darauf hat ihnen der Herr von Sax auf unser Ersuchen vor der Hand 16 Fäßchen Pulver verabfolgtbis weiter gesorgt wird. e. Die von Domo und Eschenthal begehren Statuten, Ordnungen und Richternach Erforderniß der Nothdurft. 4. Die von Lauis haben wiederholt Verwendung beim Herzog verlangt,daß die von den drei Orten ihnen verheißenen Zollfreiheiten zugestanden werden. Da man solches an denHerzog gebracht, hat er sich damit entschuldigt, wenn an diesen: Ort seine Einnahmen geschmälert würden, stkönnte er die gegen die Eidgenosse!: übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllen, zumal auch Asti, Eleven undVcltlin noch nicht wieder zun: Herzogthnn: gebracht seien, was er uns insbesondere ans Herz legte. Daswill man heimbringen, damit auch unsere Zusage erfüllt werde, v. Jeder Bote weiß zu berichten, wiewir beim Einreiten vom Bischof von Lodi und andern ehrlich empfangen und wohl gehalten worden sind,wozu sich die Burger erboten, wie der Herzog eingeführt und ihm die Schlüssel der Stadt von den Eid-genossen überantwortet worden sind in Anwesenheit und mit Einwilligung der Botschaften des Papstes, desKaisers und des Königs von Spanien und wie sich der Herzog in den Schirm der Eidgenossen begeben,auch mit hohem Fleiß ihnen für die Eroberung seines Landes und alle Gutthaten gedankt und die Sendungeines Gesandten aus seinem Blute zu weiterer Danksagung in Aussicht gestellt hat. Weiter hat er gesagt,er höre, daß einer Botschaft des Königs voi: Frankreich Geleit für Friedensvorschläge gegeben sei; erhofftdie Eidgenosse!: werde:: bei allen Verhandlungen dafür sorgen, daß ihn: keii: Nachtheil daraus erwachft'4'. Der Cardinal von Sitten hat als päpstlicher Legat in väterlicher Liebe und Treue die Botei: gemein^Eidgenossen gewarnt und gebeten, das große Lob und den Namen und Titel Beschirmer der Freiheit derheiligen christlichen Kirche, den sie durch Bullen und besondere Zeichen erhalten, nicht zu entehren, indewsie mit dem König voi: Frankreich, der in: Bann und von der Kirche gesondert sei, sich in Unterhandlung^einlassen. Sie möchten betrachte,:, daß die große Commune voi: Venedig und die große Macht des Königsvon Frankreich nie Unfälle erlitten habe,:, bis sie in den Bann gekommen seiei: u. s. w.

Das Datum dieses Abschieds bestimmt sich nach dem Tage des Einzugs Herzog Maximilians in Mailand.Vergleiche auch Abschied 469 v.

Die Boten der Eidgenossen nach Mailand waren nach Fuchs, Mailänder Feldzüge U. 495: von ZürichFelix Schund, Bürgermeister, Heinrich Winkler; Bern Jacob von Wattenwyl, Schultheiß, Beat Wilhelm von