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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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September 1512.

machen, dagegen mögen wir wohl mit dem hl. Bund an dem Vermittlungsversuch Theil nehmen. Bezüglichder Einsetzung Herzog Maximilians in Mailand lasse der Kaiser das geschehen, doch so, daß er nicht alsHerzog, sondern nur als Gubernator eingesetzt werde bis zum Reichstag, der auf nächste hl. drei Könige seinwerde und wo ferner über die Sache werde gehandelt werden. Was wir der Kriegskosten wegen handeln,lasse kaiserliche Majestät geschehen, aber der drei Plätze Lauis, Luggarus und Domo wegen begehre er, daßbis zum Reichstag nicht vorgefahreil werde. Bezüglich eines Zugs nach Burgund haben die Boteil abermalsVollmacht, mit uns darüber zu verhandeln. Auch begehrt der Kaiser, daß wir mit dem König von Spanieneine Vereinung eingehen möchteil und entschuldigt sich betreffend die Heirath zwischen Erzherzog Philipp undder Tochter des Königs von Frankreich. Man hat das Verlangen erneuert, daß der Kaiser den Lands-knechten verbiete, zum König von Frankreich zu ziehen und daß er die, welche bereits dort sind, abfordere.Einen Zug nach Frankreich zu thun hat man zur Zeit mit freundlichen Worten abgeschlagen, a. Die Bot-schaft von Venedig erklärt, sie wolle, in Hoffnung, daß der Span zwischen kaiserlicher Majestät und derHerrschaft Venedig vertragen werde, zu Zürich warten und nach Geld werben, um nachher weiter über eineVereinung mit uns zu unterhandeln. A». Unsere Bundesgenossen von Wallis habeil begehrt, daß wir, wennwir Pensionen oder Kriegskostenersatz erhielten, sie bedenken möchten; unsere Bundesgenossen, die Bündner/welche Veltlin und Eleven innehaben, begehren, daß man sie dabei bleiben lasse, zumal das GotteshansChur da Gerechtigkeiten habe, wofür es auch lange Zeit eine Pension von 300 Gulden gehabt habe. Eswird auf Hintersichbringen mit ihnen verabschiedet, daß, wofern sie die beiden Herrschaften wieder zu deinHerzogthum kommen lassen, man ihnen von der Pension jährlich 1000 Ducaten zukommen lassen und daransein wolle, daß dem Gotteshaus Chur seine Pension auch gebessert werde, so daß der, welcher das Landinnehabe, ihm jährlich 400 Gulden gebe. «z. Der römische Bote ist von Einigen berichtet, wir wollen mitdem Haus Mailand eine Verbindung gegen Jedermann machen. Nun begehrt er, wenn diese Einung deinPapst wegen Parma und Piacenza nachtheilig wäre, so sollen wir damit still stehrn; auf den Fall, daß diesesnicht geschehen sollte, hat er eine schriftliche Protestation eingegeben, indem es eine Verletzung der päpstlichenVereinung sei. Darauf wird ihm geantwortet, man behalte in Allem die Vereinung mit seiner Heiligkeit unddie römische Kirche vor, man glaube nicht unrecht zu thun; er sei nicht richtig berichtet. , Dem römische"Boten ist geantwortet, bisher haben die Obrigkeiten keine Vollmacht gegeben, "dem König von Frankreich Z"loseil"; was ihnen fürderhin gefallen werde, möge man nicht wissen. Das Begehren des Papstes uMKnechte gegen den Herzog von Ferrara wolle man heimbringen. K. Alle unsere Herrschaften begehreil, we>Mwir bei einem Frieden Pension und Kriegskostenersatz erhalteil, möchten wir sie daran auch Theil nehme"lasseil. Das will man heimbringen.Schwert, panner, Hut vild bullen sind geteilt, wie sollichs diepotteil wüßend." «. Nach Domo soll jedes Ort fünf Mann zur Besetzung stellen. Das wird auberichtet mit dem Verlangen, sich der Kosteil wegen und ob es unsere Knechte hinein lassen wolle, ""fnächstem Tag zu erklären, v. Die drei Städte Bern, Freiburg und Solothnrn haben abermals begehtdaß man sie bei dem Landgericht im Thurgan bleiben lasse, oder ihnen vor Bürgermeister und kleinemRath von Zürich zu Recht stehe. Die Edeln im Thurgau haben St. Gallen und andere Gotteshäuserwegen Gottlieben besteuert, wogegeil diese protestireu. Dem Landvogt und den Edeln wird befohleil, dieSteuern, wo sie unbestritten sind, einzuziehen, wo sie aber bestritten werden, will man die Gegeilpartei anhöre».

Bern meldet, es habe die päpstlicheil und savopischen Kronen aufgesetzt und sie nicht so gut wie die frau-zösischen erfunden, sondern eine um 21 Batzen geschätzt. 5'. Verhandlung mit der mailändischen Botschaft-