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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1512.

4«T.

Baden. 1Z12, 6. September (Montag nach Vcrenc).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, L. 2 19z. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, V. 210. Staatsarchiv Bern: Allgemeine

Eidgenössische Abschiede, X. 20. Archive Freiburg, Solothurn, Schaffhausen.

Der Herzog von Lothringen hat sich abermals schriftlich anerboten, zwischen den Eidgenossen unddem König von Frankreich über einen Frieden zu unterhandeln. Mail hat ihm von diesem Tag aus freund-lich gedankt, aber weiter nichts geantwortet, als mall hoffe, daß mit der Zeit die Sache, so Gott wolle, sichauf irgend einem Weg zu Frieden und Ruhe wenden werde, ?». Herr Hans Caspar von Bubenhofen, derbei uns Eidgenossen verklagt ist, er habe vom König von Frankreich Geld genommen und ihm einige Knechtezugesendet, hat uns auf diesen Tag geschrieben, wir möchten solchen Reden keinen Glauben schenken, mitdem Erbieten, erforderlichen Falls seine Unschuld genugsam nachzuweisen. Darauf wird ihm geantwortet,wir Eidgenossen vertrauen ihm nichts anderes als Ehre und Gutes und hoffen, er werde sich stets diesemVertrauen gemäß halten, v. Unsere Hauptleute, die zu Lauis im Zusatz liegen, haben in Betreff des ge-nannten Schlosses zu Lauis und des Schlosses zu Luggarus geschrieben, daß die im Schloß Lauis täglich vonEinigen, die im Dorfe ihre Weiber, Kinder und Freunde haben, Kundschaft erhalten, daß anch die im Schloßzu Luggarus noch keine Anfechtung erlitten habeil und den langen See unv den Montkenel besetzt halten!ein Kaufmann oder Schiffmann, der drei Stück Büchsen nach Lauis gefertigt, sei gefangen wordeil; die vonBellenz haben in einem Dorf unter dem Montkenel gebrannt, wobei etliche der Unfern, welche wegen Krank-heit herausgezogen, verbrannt seieil; eine große Ladung Leder sei den Unfern weggenommen worden; dievoil Luggarus solleil denen im Schloß bis nächsten Sonntag 1000 Brenten Wein liefern. Darauf wirdvoil diesem Tag den Hauptleuten zu Lauis geschrieben, sie sollen Weiber und Kinder und Alle, die sie inArgwohn haben, in das Schloß oder weiter davon weg schicken. Betreffend Luggarus will man berathen,wie man das Schloß einnehmen und die Straße sichern möge und auf nächsten Tag antworten. «I. Ä»sdiesem Tag haben etliche Kauflente voil St. Gallen, welche ungefähr um St. Johaunestag im SomM^dieses Jahres mit andern Kaufleuten von Nürnberg, Augsburg u. s. w. im des Bischofs von BambergGeleit niedergeworfen und um 1012,000 Gulden beraubt worden sind, ihre daherige Klage wiederholt-Jeder Bote soll heimbringen, daß die Thäter gedroht haben, sie wolleil, weil man voriges Jahr den EiMSMartin von Krötzillgen zu Baden mit dein Schwert gerichtet, alleil Eidgenossen, die sie betreteil,»^und Füße abhauen. Von diesem Tag hat man dem Bischof von Bamberg, in dessen Geleit es geschehen,auch dem Markgrafen von Brandenburg geschriebeil, denen voil St. Gallen wieder zu dein Ihrigen chverhelfen. « . Bezüglich des Niederwerfens der aus Domo abziehenden Franzosen durch unsere Eidgenossevon Schwyz hat man denen von Nri, welche sich geäußert, sie haben das Escheilthal zu Händen derOrte eingenommen und seilen Franzosen in unser aller Namen Geleit gegeben, aufgetragen, die arine>lGesellen, die zu Lucern liegen, nach ihrer Zusage abzufertigen. Auf nächstem Tag soll Jedermann Antwolkgeben, wie man ihnen wieder zu ihrem Gelds verhelfen wolle. Der Span gegen die voil Schwyz soll ^zwischen ruhen und nach der Bünde Sage nicht anders als mit Recht ausgetragen werden. S. Nachauf letztem Tag getroffenen Abrede solleil die Orte, welche Schwyz lind Unterwalden bitten wollen, sich ^Sachen der savoyischen Einnng von uns nicht zu sönderu, ihre Boten ans Samstag vor St. Matthäustag