Juli 1512.
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45T.
Aucern. 4ZI2, 26. Juli (Zillstag vor St. Marien Magdalcnmtag).lDtaatsarchive Bern und Luccr».
Bern und Lucern stelleil einander die gegenseitige Erklärung aus, daß sie voll Erbsällen, welche denAngehörigen des einen Ortes auf dem Gebiet des andern fallen, weder den Abzug des zehnten oder zwan-zigsten Pfennigs noch eine andere derartige Abgabe fordern, sondern einander gegenseitig solches Erbgut freiaushinfolgen lasseil, doch mit beidseitigem Vorbehalt besonderer dießfälliger Rechte lind Privilegien einzelnerStädte und Landschaften.
Pergamentene Urkunde cklt anhängendem Siegel.
45Z.
Alessandria. 4Z12, 24. Juli.
Archive Solothuru, Schaffhauscu.
„Abscheyd, so Mischen Herrn kardinal von Sitten vnd den Vnsern im feld gemacht ist."
„Als vß gnad vnd schickung des almechtigen gots vnd siner wirdigen mutier Marie, der reynen Jungk-frowen, der hochwirdigist in gott vater fürst vnd Herr Mathcus, der heiligen römischen kilchcn des Uttels Poten-tiane priester Cardinal von Sitten, des bäpstlichen Stuls zu Rom durch Tütschland vnd Lombardy verordneterLegat von der Syten, vnser gnedigister Herr, als gewalthaber vnd gubernator des heiligen punds, nemlich vnseresheiligesten VaterS des Babsts Julii des andern des Namens, des kristenlichesten küngs von Hispanien vnd derdurchluchtigen Herrschaft von Venedy vnd wir von Stetten vnd lendern gemeyner Eidtgnoschaft, mit namen vonZürich, Bern, Lutzern, Vry, Swtzz, Vnderwalden ob vnd nid dem kernwald, Zug, Glarus, Basel, Fryburg,Soloturn vnd Schaffhusen mit sampt vnsern Zugewandten vnd vndcrthanen, houptlttt, Venner, Rät vnd zugeord-net knecht vff dem Herzug, so wider küng Ludwigen zu Frankrich in Jtaliam fürgenomen vnd getan ist, das her-zogthumb Metzllant vnd ander schloß vnd stett Jngenomen vnd erobert vnd dieselben eroberten Schloß vnd Stettallein dem vermelten vnserm gm Herrn dem Cardinal im namen vnd zu Händen des punds, wie obstat, gehuldetvnd gesworen haben, hat daruff der obgenant vnser gm H. der Cardinal, in betrachtung der frommen, redlichen,getrüwen vnd guten diensten, so wir obgenanten Eydgnossen der hl. röm. kilchen vnd dero pundsverwandten inangezöugten Herzug bewisen haben, sich erlütert vnd bekant, daß siner f.Gn. gemttt vnd will nie gewesen vnd nochnit sye, das durch sölich hulden vnd sweren vnsern Herren vnd obern, gemeinen El>dgnossen Jr vorderung, Zuspruchvnd ansprach, so stz an vnd zu bemcltem küng vvn Frankrich, desglichen an das herzogthum Meyland vnd andererobert Schloß vnd Stett habent, keinswegs geletzt, entzogen, abgeprochen, gemyndert oder beschnitten sin sol,dann sin f. Gm ein guter erlicher Eydgnoß sye vnd er wolt, das sin gepärerin In nie empfangen, an dis weltbracht hette, Ee sin f. Gm einer löblichen Eydgnossenschaft cinicherlel) abbrüchigS vnd nachtcilligs hulffe zufügen,sonder wel mit allen trüwen, höchstem vnd bestem vlyß fördern helffcn vnd raten, das der fürst, so in das bemeltherzogthumb Meylland gesetzt werde, vor vnd Ee der sin posseß habe, vnser aller Herren vnd obern vmb Irengehepten Costen, müg vnd arbeit contentire, abtrag, zufridenstelle, als sin f. Gn. vns sollichs zu allenmalen ange-zeigt Hab, dann man das herzogthumb Moyland allein durch vns behalten, vnd obglychwol ein fürst, der Jnge-setzt wurde, sich söllichs abtrags wölt sperren, das wir allwegen so mechtig syen, in bemeltem herzogthumb vnssclbs bezalung vnd abtrag zu erlangen. In kraft dis abscheids, so darum mit des obgenanten vnsers gnedigesten