Juni 1512.
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anzuhören. I». Dieser Tag ist angesetzt, um des Kriegs wegen zu verhandeln, in welchem wir gegen denKönig von Frankreich stehen, und besonders über einige Artikel, worüber mit dem römischen .Kaiser auf demReichstag zu Trier und mit dessen Rüthen auf letztgehaltner Tagleistung zu Zürich geredet worden ist „vndvnsers Wissens nit änderst gewesen ist, dann wir Eidgnossen sölten vns vff vorig abscheid yetz mit leserli-chen rätten wrster deßhalb vereynen." Nun sind aber die kaiserlichen Näthe nicht auf diesen: Tag erschienen,der Cardinal von Sitten hat im Namen päpstlicher Heiligkeit eine Botschaft geschickt und der durchlauchtigenHerrschaft Venedig „fürsecher gemeins Hers" uns geschrieben, sie möchten mit uns in Unterhandlungen treten.«Haben wir daruff nach betrachtung aller vnser eydgnoschaft wolfart vnd glücks, so vns von Gott zugesandtist, dem wir des lob vnd danck sagen sollen, vns entschlossen. So doch wir verstand, das der frankrichischküng noch allerley rüstungen Hab, das sich aller vnser Eydgnoschaft houptlüt, fenrich, rät vnd kriegslüt, soim seld da Innen sind, nochmals da Inn enthalten vnd keinen vffbruch geschechen lassen, sonders also daInn bliben vnd witter vnsers bescheids warten vnd gar mit npeinan eynichen frid noch bericht annemen,sonder ob das vtzit an sy lange, das an vns eydgnossen hinnsz langen lassen söllen vnd die, so des begerten,M: vns wisen. Vnd ob bäpstliche Heiligkeit, der küng von hyspanien, die Herschaft von Venedye vnd Mey-lander vtzit mit vns eydgnossen ze reden vnd ze handeln begeren, als Jr vnd vnser aller notturft vnd ouchdie billikeit das erforderte, mögint sy sich eins tags heruß in die Eidgnoschaft, in welches ort sy wellen,vereine,: vnd vns eidgnossen selben verkünden vnd also vff denselben tag Jr volmechtig anwelt schicken."v. Wein: unter den Unfern in: Felde Einige wären, welche gern heim kämen, so sollen sie sich bei ihrenHauptleutei: melden und durch dieselbe,: von ihren Herren und Obern Erlaubniß einholen; Niemand solldas Heer verlassen, er habe denn zuvor seinen Ablöser; auch wer wegen Krankheit heim müßte, soll zuvorvon: obersten Hauptmann „ein baßport" erwerben und de,: seinen Herrei: zeige,:. ,K. Jeder Bote weiß,wie wir den: Cardinal von Sitten und den „fürsehern des Heers" der Venediger geschrieben und besondersden letztern für den Zuzug gedankt haben, den sie den Unser,: gethan, sowie auch für alle andern Gutthaten,die sie ihnen erwiesen, „mit beger, die vnsern für vnd für, die vns nit minder lieb syen, denn wir vnsselber," in getrüer Fürsorge zu haben und mit ihrem Zug bei ihnen zu bleiben, bis wir allseits uns weitermit einander unterredet haben werden, v. Unsere Hauptleute, Venner und Näthe haben auf diesen TagMeister Heinrichen Walder von Zürich und den Altammann Andreas Zunhöfen von Unter,valden zu unsheraus geschickt, um uus für unser getreues Aufsehen zu danken und uns zu berichten, wie es ihnen „voneim an dz ander gegangen ist". Wir haben dieselben sofort wieder hineingesendet, um die Unser,: in: Felddieses Abschieds und unsers Willens zu berichten; obschon wir ihnen alles schon geschrieben haben, scheintes uns doch gut, daß diese auch dort seien, tl. Unsere Hauptleute, Venner und Räthe im Feld sollen den:Grafen von Cleve,: das Beste thun, auch wir werden, wenn es an uns kommt, dasselbe thun. 55. Unser,:Hauptleuten im Feld wird empfohlen, bei päpstlicher Heiligkeit oder dem Cardinal von Sitten das Mög-lichste zu thun, daß unser,: Leuten der Sold, den sie noch von päpstlicher Heiligkeit vom frühern Zug herfordern, ausgerichtet oder, wenn das nicht sein mag, doch dießfalls Antwort gegeben werde auf den Tag»so haruß gesetzt wirt." I». „Bäbstlicher Heiligkeit vnd ouch den Cardinülen ist geschrieben, daß sy vnsEydgnossen in die ewigkeit zulassen, das vns nieinan kein pfrund anfalle, söllen die Vnsern in: seld deßhalbNoch handeln vnd arbeiten, es sye mit den: Cardinal von Sitten vnd andern. Vnd ob das nit sin möchte,das doch vns eydgnossen antwurt werde vff nechsten tag, so sy harus setzen werden." I. „Vnd als derVogt von Baden in Ärgöw etlich verzichten betreffend den Jetzer, so vnser g. l. Eydgnossen von Bern in