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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1512.

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44«.

Zürich. 415 4-, 36. April (Freitag vor dem Maitag).

Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, U. 24t. Archive Solotfturn, Schaffhausc».

Auf den Abschied und den Anschlag, die auf letztem Tag hier zu Zürich gemacht worden sind,hat man sich heute entschlossen, im Namen Gottes auf Donstag nach des heiligen Kreuzestag auszuziehenund vorerst bis Chur vorzurücken und daselbst zu rathschlagen, wohin man den Zug ferner richten wolle.1». Der Freiknechte wegen wird beschlossen, es sollen dieselben keilten eigenen Hauptmann haben, sondernsich dein Hauptmann ihres Ortes unterordnen und schwören wie die Aufgebotenen. « . Bezüglich des savoy-ischen Geldes eröffnet Bern, Bartholomäns Map, den man darüber einvernommen, erkläre, er habe sichgegen deit Schultheiß Feer von Lucern, Seckelmeister Frunz von Nnterwalden und ihre Mithasten um16,000 Gl. verschrieben und beide fordern das Geld von ihm. Da der geineine Mann überall von der Sacheredet, so soll man das ernstlich heimbringen und darüber rathschlagen, damit ,licht weitere Unruhe darauserwachse. «H. Ueber ein Gesuch des Herrn Bernhard von Knöringen, man möchte ihm die zu Baden aus-gestellte Verschreibung zurückgeben, wird aus Mangel an Instruction erkennt, es sei dasselbe am Tag derÄahrrechnung zu Baden zu verhandeln.

Hiezu folgende Briefe: 1512. Sonntag Cantate (9. Mai) Venedig. Der Cardinal von Sitten schreibt andie Hauptleute der XII Orte, er freue sich, daß die Eidgenossen sich zu Hilfe des Papstes und des Kaisers erhebenwollen. Sie werden alle Unterstützung finden; der Kaiser habe gesorgt, daß überall Proviant vorhanden sei.Ueber die einzuschlagende Straße werden ihnen der Freiherr von Hohensax und der Protonotar Vincenz Ga-vazzio nähere Mittheilung machen.

1512. 13. Mai. Innsbruck. Geleitsbrief Kaiser Maximilians für das Kriegsvolk, das die Eidgenossendurch Tyrol dein Papst zuschicken, nebst Empfehlung, sie mit Proviant zu versehen.

21. Mai. (Freitag nach Potentiana.) Der Cardinal von Sitten schreibt an Hohensax und Stapfer, erkönne nicht nach ihrem Verlangen das Geld nach Roveredo schicken, weil er es noch nicht habe, sie sollen bisVerona oder weiter vorrücken, bis er zu ihnen kommen könne. Trivulzio habe sein Weib und sein Gut „geflöckt."

21. Mai. Leonardo Loredan, vm gratla ckux Vsllvtoruiu, schreibt aus Venedig an den Cardinal vonSitten oder den Protonotar Gavazzio, welchen Weg die Eidgenossen von Brixen nach Verona einschlagen sollen.

22. Mai. (Samstag nach der Auffahrt) um die 7. Stunde. Der Cardinal von Sitten schreibt an die eid-genössischen Hauptleute, er habe ihr Schreiben aus Trient erhalten, schicke ihnen Marschrouten u. s. w.

20. Mai. Colonia. Der Cardinal von Sitten schreibt an die eidgenössischen Hauptleute, er habe ihrenBericht erhalten und hoffe stündlich das von ihnen begehrte Geld zu erhalten.

30. Mai. (Auf den heil. Pfingsttag.) Verona. Der Cardinal von Sitten schreibt an die eidgenössischenHauptleute, seine Ankunft werde vielfach begehrt, er habe aber noch mit kaiserlicher Majestät Regenten überDurchpaß, Verproviantirung und Anderes zu verhandeln, morgen müsse er zum venetianischen Heer, spätestensübermorgen werde er jedoch bei ihnen sein.

30. Mai. (Auf den heil. Pfingsttag). 2 Uhr Nachmittags. Verona. Derselbe an dieselben. Morgen Abend,sobald er vom venetianischen Heer zurückkomme, werde er bei ihnen sein. Proviant und alle sonstigen Bedürfnissefinden sie zu Villafranca. Di- Originaion-s- siimmuich im Staatsarchiv Ziin<h.

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